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Taekkyon

Taekkyon

Taekkyon ist eine alte Form der unbewaffneten Selbstverteidigung aus Korea. Der Name wird erstmals im Buch Manmulbo erwähnt, das um 1790 von Lee, Sung-Ji veröffentlicht wurde. Davor war es unter dem Namen Subak bekannt.

Geschichte des Taekkyon

Die Geschichte des Taekkyon ist nicht ganz klar, es gibt auch Menschen, die behaupten, es sei ein Volkssport gewesen, bei dem es einzig und allein darum ging, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Im Allgemeinen wird jedoch angenommen, dass es aus dem Subak entstanden ist und später auch beim einfachen Volk Verbreitung fand, wo es sich zu einem Sport entwickelte. Auf dem Gemälde Dae Kwae Do aus dem Jahr 1846 sind wahrscheinlich zwei Taekkyon-Praktizierende abgebildet.

Taekkyon wäre wohl verloren gegangen, wenn Shin Han-seung 1971 nicht mit Song Dok-ki in Kontakt gekommen wäre, wahrscheinlich einer der letzten Taekkyon-Praktizierenden.

Während der japanischen Kolonisation Koreas von 1910 bis 1945 war es nämlich Koreanern verboten, ihre eigenen Kampfsportarten auszuüben, was beinahe zum Verlust des Taekkyon geführt hätte.

Ab 1971 arbeiteten die beiden Herren an der weiteren Entwicklung und Förderung des Taekkyon. Dies führte sogar dazu, dass es 1983 von der koreanischen Regierung als „immaterielles Kulturgut“ (Registrierungsnr. 76) anerkannt wurde.

Taekkyon ist nicht, wie oft angenommen, der Vorgänger des modernen Taekwondo. Oder besser gesagt: Taekwondo hat seinen Ursprung nicht im traditionellen koreanischen Taekkyon.

Die Prinzipien beider Sportarten unterscheiden sich grundlegend. Taekkyon ist viel rhythmischer und „weicher“ als Taekwondo. Im Taekkyon ist jeder Tritt eigentlich ein Stoß, außerdem gibt es viele Würfe sowie Schub- und Zugbewegungen.

Taekkyon-Prüfungen

Traditionell kannten koreanische Kampfkünste, und somit auch Taekkyon, kein Graduierungssystem. Heutzutage können jedoch, wie in anderen modernen koreanischen Kampfkünsten, Prüfungen abgelegt werden, um den nächsten Gürtelgrad zu erreichen.

Es wird mit einem System aus Geup- und Dan-Graden gearbeitet. Der Rang des Schülers wird durch einen farbigen Gürtel und/oder eine andere Uniform angezeigt.

Taekkyon in der modernen Zeit

Heutzutage wird es in Korea von mehreren verschiedenen Organisationen vertreten und wächst dort stetig. 1984 gründete Lee Yong-bok das „Korea Traditional Taekgyeon Institute“ zur Verbreitung des Taekkyon.

In Korea wurden 1985 erstmals Taekkyon-Wettkämpfe in Busan ausgetragen. Kürzlich wurden verschiedene Wettkämpfe im koreanischen Fernsehen (KBS) gezeigt, was einen enormen Impuls für das Wachstum und die Popularität des Sports bedeutete.

International war das Wachstum jedoch begrenzt, mit hier und da kleinen Gruppen, die diesen Sport ausüben.

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