Die modernen MMA-Hosen sind aus der Welt des Kampfsports nicht mehr wegzudenken. Sie eignen sich natürlich für Mixed Martial Arts, werden aber auch von vielen Menschen beim Fitness, kickboxen oder einfach als Freizeitkleidung getragen.
Seit dem Aufkommen des modernen MMA in den 90er-Jahren haben die Shorts einige Entwicklungen durchgemacht – bedingt durch die Regulierung des Sports, die Wünsche der Kämpfer und natürlich die Mode.
Nahezu alle großen MMA-Organisationen, darunter natürlich auch die UFC, wenden die Regeln an, die ab dem Jahr 2000 ausgearbeitet und am 30. Juli 2009 mit der Association of Boxing Commissions (ABC) vereinbart wurden: „The Unified Rules of Mixed Martial Arts (MMA)“.
Was die Bekleidungsvorschriften (einschließlich der MMA-Hosen) betrifft, steht darin Folgendes: Alle Teilnehmer müssen in zugelassenen Shorts kämpfen, ohne Schuhe oder anderen Fußschutz. Shirts (außer in den Frauenkategorien), Judogi oder lange Hosen (einschließlich Judohosen) sind nicht erlaubt.
Was dürfen UFC-Kämpfer tragen?
Unter zugelassenen Shorts (in der UFC) versteht man Folgendes: Die Teilnehmer müssen von der Kommission zugelassene MMA-Kampfhosen tragen, darunter Boardshorts, Fahrradshorts (Bike Shorts, Anm. d. Red.), Vale-Tudo-Hosen (Kompressionsshorts, Anm. d. Red.), Kickboxhosen oder andere zugelassene Hosen. Speedo-ähnliche Hosen sind nicht erlaubt.
Referenzpunkt für Bekleidungsmarken in der Kampfsportwelt
Die oben genannten Regeln haben klare Richtlinien für die Shorts geschaffen, die heute bei professionellen und Amateur-MMA-Kämpfen getragen werden. Sie bilden einen klaren Referenzpunkt für Bekleidungshersteller wie Venum, King Pro und Hayabusa bei der Gestaltung und Entwicklung von Trainings- und Wettkampfshorts für Mixed Martial Arts und verwandte Sportarten.
MMA-Shorts haben sich inzwischen von gewöhnlichen Boardshorts oder Fahrradshorts weiterentwickelt. Sie sind heute deutlich moderner und spezialisierter und bieten verschiedene Eigenschaften, die Komfort, Bewegungsfreiheit und Flexibilität verbessern. Darüber hinaus verfügen die Shorts heutzutage über weitere Merkmale, die die Leistung eines Kämpfers während Training und Wettkampf unterstützen.
Der häufigste MMA-Shorts-Stil ist im Grunde eine Boardshort (Surfshorts) mit einem zusätzlichen Kordelzug für besseren Halt und einem flexiblen Vier-Wege-Stretch-Einsatz an der Innenseite der Oberschenkel für maximale Flexibilität. Sie bestehen in der Regel außerdem aus feuchtigkeitsableitendem Material.
Eine andere, weniger verbreitete Art von MMA-Shorts sind Spats-Shorts (Vale-Tudo-Shorts oder Kompressionshosen), die aus einer Mischung aus Spandex und Polyester bestehen und eng am Körper anliegen. Sie sind das Pendant zu einem Rashguard, jedoch als Shorts. Viele Unternehmen stellen diese speziellen Shorts her.
Lange Spats waren früher bei MMA-Wettkämpfen erlaubt, sind inzwischen jedoch wegen des zusätzlichen Grips und der Reibung, die sie verursachen, verboten.
Entwicklung der MMA-Hosen in der modernen Zeit
UFC 1 (1993): keine Regeln
Die Kämpfer, die bei den ersten UFC-Veranstaltungen auftraten, mussten sich an keinerlei Bekleidungsvorschriften halten. Das verlieh dem damals äußerst kontroversen „Käfigkampf“ auch seinen besonderen Reiz: Royce Gracie erschien im traditionellen Gi, Art Jimmerson in einer Boxshort mit Boxschuhen, während Teila Tuli (Sumo) in einem traditionellen polynesischen Rock antrat. Auf den Anblick von Ken Shamrock in seinem knallroten Speedo hätten viele Zuschauer wohl verzichten können.
Nach dem ersten UFC-Event folgten schnell weitere Veranstaltungen, und die Kämpfer trugen die unterschiedlichsten Outfits: von engen Speedos bis hin zu Ringeranzügen mit passenden Schuhen sowie verschiedenen Arten und Farben von Judogi (mit und ohne Sponsorenaufdruck).
Mit der weiteren Entwicklung des Sports wurde auch die Kleidungsauswahl der Kämpfer immer praktischer und weniger „klobig“. Man erkannte, dass die Kleidung keinerlei Behinderung darstellen durfte (in dieser Zeit des reinen Kämpfens mit kaum Regeln). Schließlich wurden Kämpfer im Gi mit ihrer eigenen Kleidung gewürgt. Immer häufiger traten die Kämpfer in etwas auf, das den heutigen MMA-Boardshorts zu ähneln begann.
April 2001: der Beginn der Unified Rules of MMA
Am 3. April 2001 legte das New Jersey State Athletic Control Board die Regeln fest, die später als Unified Rules of MMA übernommen wurden. Darin wurden auch Vorschriften für das Outfit festgelegt, das ein Kämpfer während der Veranstaltungen tragen durfte.
Dadurch wurde die Kleidungsauswahl eines Kämpfers auf eine kurze Hose und ein Shirt (für Frauen) beschränkt. Diese Maßnahme wurde unter anderem eingeführt, um die Sicherheit und Chancengleichheit aller Kämpfer zu gewährleisten.
Dieses neue Regelwerk wurde nahezu sofort von allen großen (amerikanischen) Kampfsportorganisationen, einschließlich der UFC, übernommen und bedeutete einen großen Schritt in der Entwicklung und weltweiten Popularisierung der MMA-Hosen. Die Topkämpfer traten in den ikonischsten und bekanntesten Fightshorts auf – meist mit einem neuen Design für jeden Kampf.
Einige Kämpfer konnten außerdem sehr lukrative Bekleidungsverträge mit führenden Marken wie TapOut, Venum und sogar Nike (Jon Jones im Jahr 2012) abschließen.
Reebok x UFC (2015):
Im Jahr 2015 schloss die UFC einen exklusiven Vertrag mit der großen Sportmarke Reebok. Das wirkte sich für viele Kämpfer sicherlich nicht vorteilhaft aus. Während viele Topkämpfer wie Lidell, Silva, Rua, Ortiz und Belfort lukrative Verträge mit Kampfsportmarken wie Venum und TapOut hatten, durften die Kämpfer nun ausschließlich Kleidung von Reebok tragen. Vitor Belfort (Topkämpfer und über lange Zeit Publikumsliebling sowohl bei der UFC als auch bei Pride FC) behauptet, dadurch Einnahmen in Millionenhöhe verloren zu haben.
Seit der Unterzeichnung der Vereinbarung mit Reebok (und der vergleichbaren, kürzlich erneuerten Zusammenarbeit mit Venum seit März 2021) sind die Kämpfer auf ein standardisiertes dreifarbiges Design bei zugelassenen Shorts beschränkt, das nur die Logos der zu diesem Zeitpunkt offiziellen UFC-Sponsoren tragen darf.
Venum x UFC (2021):
Im Jahr 2020 kündigte die UFC eine (neue) Zusammenarbeit mit Venum an. Venum übernahm damit im April 2021 die Rolle des exklusiven Bekleidungssponsors von Reebok.
Venum nutzte diese Gelegenheit, um neue „Fight Week“- und „Fight Night“-Kleidung einzuführen. Dadurch ergaben sich auch viele Möglichkeiten, UFC-Merchandising für die vielen Millionen Fans weltweit anzubieten.
Außerdem erhielten die Kämpfer eine bessere Vergütung für das Tragen der Kleidung – ein umstrittener Punkt angesichts der zahlreichen Gerüchte über die schlechte Bezahlung eines Großteils der UFC-Kämpfer. Die Zusammenarbeit mit Venum wurde als erfolgreich betrachtet und inzwischen bis einschließlich 2029 verlängert.
Den Kämpfern unter dem Banner der UFC-Organisation, insbesondere den etablierten Namen, entgehen durch das Verbot anderer Marken möglicherweise individuelle Sponsoreneinnahmen in Millionenhöhe. Die Wiederherstellung dieses finanziellen Zuflusses zu den Kämpfern wäre ein wichtiger Schritt zur Lösung einiger Probleme rund um die Gehälter von Kämpfern auf höchstem sportlichem Niveau.
2026: Standard-Bekleidungsvorschriften für UFC-Kämpfer
Ab Mai 2026 unterliegen die Bekleidungsvorschriften der UFC weiterhin einer strengen, zentralisierten Bekleidungspolitik, bei der Venum der einzige offizielle Lieferant der Kleidung ist.
Darüber hinaus dürfen Kämpfer während der Aktivitäten rund um den Kampf keine privaten Sponsoren auf ihrer Kleidung oder Ausrüstung tragen, auch nicht bei Interviews oder im Octagon.
Wichtige Regeln für UFC-Kampfbekleidung im Jahr 2026:
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Vorgeschriebene Ausrüstung: Die Kämpfer müssen von der UFC bereitgestellte Venum-Kleidung tragen, darunter Shorts, Shirts und Kapuzenpullover für den Einlauf.
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Personalisierung: Obwohl die Richtlinien streng sind, erlaubt die UFC beliebten Kämpfern, Shorts mit eigenem Design zu verwenden, wie etwa Alex Pereira und Conor McGregor.
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Spezielle Event-Kits: Bei wichtigen Veranstaltungen, wie dem „UFC White House“-Event im Juni 2026, müssen die Kämpfer spezielle, einzigartige Uniformen tragen, die für diesen Anlass entworfen wurden.
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Farbbeschränkungen: Aktuelle Berichte deuten auf strengere, regionsbezogene Farbbeschränkungen hin, etwa das Verbot für amerikanische Kämpfer, rote Shorts zu tragen, die inzwischen mit anderen Regionen in Verbindung gebracht werden.
- Verbotene Artikel: Logos persönlicher Sponsoren sind auf der Kampfbekleidung nicht erlaubt. Im Käfig müssen die Kämpfer von der Kommission zugelassene Shorts (Boardshorts, Vale Tudo usw.) und Mundschützer tragen.










