Eine Woche lang drehte sich an der bulgarischen Schwarzmeerküste alles darum, zu trainieren, zu lernen und sich gegenseitig zu verbessern. Vom 5. bis zum 12. Juli 2026 brachte das 20. internationale Sommercamp für Kampfsport mehr als 1.600 Teilnehmende aus 49 Ländern in der Region Varna zusammen. Karateka, Kickboxer, Coaches, Kampfrichter und Trainer kamen zu einer Jubiläumsausgabe zusammen, bei der sich tägliches Training und internationale Wettkämpfe ergänzten.
Das Camp brachte verschiedene Generationen und Disziplinen zusammen. Bekannte Namen aus Kyokushin und K-1 standen als Trainer auf der Trainingsfläche, junge Karateka traten beim World Cup Varna an und die Woche endete mit dem Profievent SENSHI 32 Grand Prix. Ein Rückblick auf eine Veranstaltung, bei der die Entwicklung der Kampfsportler im Mittelpunkt stand.
Zwanzig Ausgaben gemeinsamen Trainings am Schwarzen Meer
Das Sommercamp fand in Kamchia, südlich von Varna statt. KWU SENSHI und der Bulgarische Karate-Kyokushin-Verband brachten dort Teilnehmende aus verschiedenen Ländern und Schulen zusammen. Das Programm verband Kyokushin-Karate, Kickboxen und K-1 mit Iaido, Kampfrichterseminaren, Prüfungen und Wettkämpfen.
Die zwanzigste Ausgabe knüpfte an eine lange internationale Zusammenarbeit an. Die Stärke eines solchen Camps liegt in der Konzentration: mehrere Tage hintereinander trainieren, Anweisungen umsetzen und in der nächsten Einheit weiter an der eigenen Entwicklung arbeiten. Gleichzeitig trifft man Kampfsportler mit unterschiedlichen Trainingshintergründen, Gewohnheiten und Erfahrungen.
In der ursprünglichen Ankündigung zu diesem Artikel war von 48 Ländern die Rede. Im Bericht nach der Veranstaltung meldete der Veranstalter mehr als 1.600 Teilnehmende aus 49 Ländern. Dieser spätere Rückblick ist hier maßgeblich. Die Veranstaltung fand vom 5. bis zum 12. Juli 2026 statt; dieser Artikel beschreibt die abgeschlossene Jubiläumsausgabe.
Eine Trainingswoche mit Raum für verschiedene Disziplinen
Die täglichen Trainingseinheiten bildeten den Kern des Camps. Im Rückblick berichtet der Veranstalter von zwei Kyokushin- und zwei K-1-Trainingseinheiten pro Tag, ergänzt durch speziellen Iaido-Unterricht und Seminare für Kampfrichter. Damit ging das Programm über die eigene Teilnahme am Kampftraining hinaus.
Für Kampfsportler bietet eine solche Abfolge von Einheiten viele Gelegenheiten, Hinweise umzusetzen. Eine Haltung, eine Bewegung oder eine Kombination gewinnt an Bedeutung, wenn du sie später erneut übst. Auch für Coaches ist es wertvoll zu sehen, wie verschiedene Trainer dieselbe Trainingsfläche nutzen und ihre Erklärungen vermitteln.
Die Disziplinen behielten dabei ihren eigenen Charakter. Karate, Kickboxen und Iaido haben unterschiedliche Übungsformen und Grundlagen. Gerade das Nebeneinander machte die Vielfalt des Camps sichtbar, während die Schiedsrichterseminare den Menschen gewidmet waren, die Wettkämpfe leiten und bewerten.
Kyokushin und K-1 unter Anleitung erfahrener Trainer
Bei den Kickbox- und K-1-Trainingseinheiten standen unter anderem Semmy Schilt, Ernesto Hoost, Albert Kraus, Andy Souwer, Sam Greco, Ray Sefo und Nicholas Pettas auf dem Programm. Bekannte Namen aus dem Ring, nun in der Rolle als Trainer: Sie erklärten, führten vor und halfen Kampfsportlern, ihre Technik weiterzuentwickeln.
Auch das Kyokushin-Programm wurde von zahlreichen internationalen Trainern begleitet. Die Veranstalter nennen unter anderem Akira Masuda, Francisco Filho, Ryu Narushima, Glaube Feitosa, Ewerton Teixeira, Tariel Nikoleishvili, Andrews Nakahara, Jan Soukup und Yusuke Fujii. Diese Mischung unterschiedlicher Hintergründe machte die Jubiläumsausgabe inhaltlich besonders vielseitig.
Für Teilnehmende liegt der Wert solcher Namen vor allem in der Praxis. Du kannst beobachten, wie ein erfahrener Trainer eine Bewegung aufbaut, seinen Hinweisen zuhören und sie anschließend selbst üben. Der Unterricht wird erst dann wirklich nützlich, wenn du einen Hinweis bei deiner nächsten Wiederholung, bei der Partnerarbeit und schließlich beim eigenen Training zu Hause umsetzt.
World Cup Varna und die Amateurkämpfe
Neben den Trainingseinheiten bot das Camp ein internationales Wettkampfprogramm. Am 7. Juli stand der World Cup Varna für junge Kyokushin-Karateka im Mittelpunkt. In den Mitteilungen der Veranstalter werden Teilnehmende im Alter von 14 bis 21 Jahren genannt: eine wichtige Bühne für Sportler, die außerhalb ihrer nationalen Wettbewerbe Erfahrungen sammeln.
Auch der dritte KWU SENSHI World Cup für Amateure war Teil der Woche. Das Wettkampfformat brachte Kämpfer aus verschiedenen Ländern zusammen, mit einem Weg von den Vorrunden bis zu den entscheidenden Kämpfen. Im später veröffentlichten Programm waren die Amateurkämpfe auf den 9. bis 11. Juli verteilt.
Dieses Zusammenspiel von Lernen und Leistung gab dem Camp zusätzlichen Gehalt. In der einen Einheit geht es darum, sich unter Anleitung zu verbessern; in einem Kampf muss ein Sportler selbst auf das reagieren, was der Gegner ihm anbietet. Für Trainer und Kampfrichter waren diese Kämpfe ebenfalls ein konkreter Teil ihrer Arbeit während der Woche.
SENSHI 32: ein professioneller Abschluss am Strand
Am 11. Juli 2026 folgte der SENSHI 32 Grand Prix in der Strandarena des Resorts St. St. Constantine und Helena bei Varna. Die professionelle Kampfsportgala hatte ein eigenes Kampfprogramm mit 16 Kämpfern aus 13 Ländern, darunter das Grand-Prix-Turnier bis 85 kg und zwei Super Fights. Die Teilnehmerzahl des gesamten Galaabends ist also nicht mit der Größe eines einzelnen Turnierfeldes gleichzusetzen.
Der Ire Joshua Akingbade gewann den Grand Prix. Im Halbfinale besiegte er Ulric Bokeme durch Knock-out; im Finale folgte erneut ein Knock-out, diesmal gegen den Italiener Fabian Lorito. Lorito belegte den zweiten Platz und Angelo Mirno den dritten.
Bei den Super Fights besiegte Nathan Cook Francesko Xhaja durch Knock-out in der Gewichtsklasse über 95 kg. Zhulien Rikov besiegte Daniele Valente durch technischen Knock-out in der Gewichtsklasse bis 75 kg. Damit fand die Trainingswoche einen Abschluss auf professionellem Niveau, der einen anderen Charakter hatte als der tägliche Unterricht und die Amateurkämpfe.
Was du aus einem internationalen Camp mitnimmst
Der Reiz eines Trainingscamps liegt nicht nur in seiner Größe oder den Namen auf der Trainerliste. Du nimmst dir Zeit, gezielt an deinen Kampfsportfähigkeiten zu arbeiten, triffst neue Trainingspartner und lernst andere Arten der Erklärung kennen. Drei praktische Möglichkeiten, solche Erfahrungen zu nutzen:
- Wähle einen technischen Schwerpunkt. Nimm zum Beispiel deine Haltung nach einer Kombination, deine Distanz oder die Rückkehr in deine Deckung als roten Faden. Wenn du auf ein bestimmtes Detail achtest, kannst du die Hinweise verschiedener Trainer besser miteinander verknüpfen.
- Hilf deinem Trainingspartner, gezielt zu üben. Biete den vereinbarten Angriff oder das Ziel klar an und passe das Tempo an die Aufgabe an. Gute Partnerarbeit erleichtert es beiden, eine Technik zu verstehen, zu wiederholen und zu verbessern.
- Setze das Gelernte zu Hause fort. Notiere dir nach einer Trainingseinheit einige konkrete Hinweise und baue sie ins Sandsack- und Pratzentraining oder in kontrollierte Partnerübungen ein. So bleibt die Erfahrung aus einem Camp auch nach der Reise Teil deiner Entwicklung.
Zu diesem Thema passt auch der ergänzende SENSHI-Trainingsausschnitt mit Andy Souwer. Die Aufnahme stammt aus dem separaten Camp vom 28. bis 31. Mai 2026 und bietet zusätzliche Trainingsinspiration. Sie zeigt nicht die Ereignisse des Sommercamps im Juli.
Ausrüstung für dein eigenes Kickbox- und Partnertraining
Die Geschichte des Camps schlägt auch eine Brücke zu deinem eigenen Training. Kickboxhandschuhe, schienbeinschützer und eine Hose mit Bewegungsfreiheit unterstützen verschiedene Übungsformen. Wähle Handschuhe und Schutzausrüstung passend zu deinem Training und den Absprachen für die Partnerübungen.
Ein kickschild ist eine praktische Ergänzung, um gemeinsam Kombinationen zu üben. Die haltende Person bietet ein klares Ziel, während die andere an Distanz, Ausführung und Rhythmus arbeitet. Größe, Griffe und Befestigung sind hilfreiche Vergleichspunkte, wenn du Trainingsmaterial auswählst.
Zu diesem Artikel findest du einige Beispiele für dein eigenes Kickboxtraining sowie ausführliche Kaufratgeber. Es handelt sich um unsere Produktauswahl, nicht um offiziell vorgeschriebene oder beim Camp verwendete Ausrüstung. In unserem showroom in Waddinxveen kannst du dir die Unterschiede bei Passform und Ausführung aus der Nähe ansehen.
Fazit: ein Jubiläum im Zeichen der Weiterentwicklung
Das zwanzigste internationale Sommercamp bei Varna brachte im Juli 2026 mehr als 1.600 Teilnehmende aus 49 Ländern zusammen. Tägliche Trainingseinheiten, erfahrene Trainer, Iaido, Seminare für Schiedsrichter und internationale Wettkämpfe sorgten für ein vielseitiges Jubiläumsprogramm. Mit Joshua Akingbade als Sieger bei SENSHI 32 in der Gewichtsklasse bis 85 kg fand die Woche auch einen klaren Abschluss im Profisport.
Der bleibende Wert liegt darin, was die Teilnehmenden mit dieser Erfahrung anfangen: aufmerksamer trainieren, Hinweise umsetzen und einander als Trainingspartner voranbringen. So wird ein internationales Camp nicht nur zu einer besonderen Woche im Kalender, sondern auch zu einem Anstoß, die eigenen Fähigkeiten im Kampfsport weiterzuentwickeln.













