Der wichtigste Unterschied zwischen MMA-Handschuhen und Boxhandschuhen ist die Bewegungsfreiheit deiner Finger. Ein Boxhandschuh umschließt deine Finger in einem einzigen geschlossenen Handfach. Ein MMA-Handschuh lässt deine Finger einzeln bewegen, sodass du innerhalb derselben Übung schlagen, greifen und die Position wechseln kannst. Form und Platzierung der Polsterung sind auf diese unterschiedlichen Aufgaben abgestimmt.
Welche du brauchst, hängt von deinem Training ab. Beim MMA kannst du separate Boxeinheiten absolvieren, an Kombinationen mit Schlagpolstern arbeiten und anschließend Schläge mit Clinch und Bodenkampf verbinden. Ein passendes Paar geschlossener Handschuhe ist praktisch für gezieltes Schlagtraining; ein offenes MMA-Modell gibt dir die nötige Bewegungsfreiheit der Hände für kombinierte Übungen. So kann jedes der beiden Paare eine klare Aufgabe erfüllen.
Innerhalb der MMA-Kategorie hast du außerdem die Wahl zwischen kompakten, wettkampforientierten Modellen und stärker gepolsterten Sparring-Ausführungen. Wir vergleichen ihre Konstruktion, Passform und praktische Anwendung anhand von Hayabusa, King Pro Boxing und Fairtex. Bei den geschlossenen Handschuhen verwenden wir XPRT Pro V3 und Rival RS11V als Beispiele, jeweils mit ihrem eigenen Trainingszweck.
Geschlossene Faust oder freie Finger: der wichtigste Unterschied
Bei einem Boxhandschuh liegen deine Finger gemeinsam im Handfach. Die Polsterung bildet eine abgerundete Schlagfläche um die Faust, und der Daumen hat neben diesem Fach eine eigene Position. Das passt zu Übungen, bei denen du schlägst, blockst und deine Deckung nutzt, ohne deine Finger ständig einzeln einsetzen zu müssen.
Ein MMA-Handschuh hat einzelne Fingeröffnungen und eine offenere Handflächenkonstruktion. Du kannst deine Hand öffnen und wieder zur Faust schließen. Das ist wichtig, wenn eine Kombination in einen Griff, Clinch oder eine Ringeraktion übergeht.
Die genaue Konstruktion der Handfläche unterscheidet sich je nach MMA-Modell. Bei einer Ausführung bleibt eine größere Öffnung frei, bei einer anderen verlaufen mehr Gürtel um die Handfläche oder die Finger. Auch die Abdeckung des Daumens unterscheidet sich. Sieh dir deshalb die Handflächen- und die Handrückenseite zusammen an: So erkennst du, wo der Handschuh anliegt, wo du die Hand beugen kannst und wie die Polsterung um die Fingerknöchel sitzt.
Auch beim Boxen gibt es Clinchkontakt, aber die offene Konstruktion eines MMA-Handschuhs gibt deinen Fingern andere Greifmöglichkeiten. Du kannst deine Hand öffnen, um einen Griff anzusetzen, und danach wieder eine Faust machen. Das ist besonders nützlich bei Übungen, in denen eine Schlagkombination in einen Clinch, eine Ringeraktion oder eine neue Position am Boden übergeht.
Drei Kategorien, die du auseinanderhalten solltest
Boxhandschuhe für ein geeignetes Schlagtraining
Dazu gehören Allround-Trainingsmodelle und spezialisierte Sparringshandschuhe. Sie haben alle ein geschlossenes Handfach, sind aber nicht automatisch für denselben Einsatz gedacht. Ein Rival RS11V ist beispielsweise fürs sparren gemacht, während der XPRT Pro V3 ein vielseitigeres Trainingsmodell ist, das du anhand deines gewünschten Einsatzbereichs beurteilen solltest.
Kompakte MMA-handschuhe
Bei Hayabusa T3 findest du 4-oz-Ausführungen, die als Wettkampfmodelle angeboten werden. Sie verbinden eine kompakte Knöchelseite mit freien Fingern. Das ist ein gezielter Ausgangspunkt für wettkampforientierte Übungen, bei denen du die Hand schnell öffnen und schließen möchtest. Wähle für reguläres MMA-Sparring eine dafür vorgesehene Ausführung mit passender Polsterung.
MMA-Sparringshandschuhe
Diese kombinieren eine offene Fingerkonstruktion mit einer stärkeren Polsterung für das dafür vorgesehene Training. Hayabusa T3 7 oz, King Pro Boxing Revo 2 7 oz und Fairtex Sparring 7 oz sind Beispiele, die du einzeln vergleichen kannst. Auch bei diesen Modellen bleiben kontrollierter Kontakt und die Regeln deines Gyms wichtig.
Die drei Kategorien bieten dir unterschiedliche Möglichkeiten. Geschlossene handschuhe unterstützen gezieltes Schlagtraining; ein offenes Wettkampfmodell hält die Hand kompakt; ein MMA-Sparringsmodell verbindet Bewegungsfreiheit für die Hand mit einer stärkeren Knöchelpolsterung. Geh von den Übungen aus, die du häufig machst, und vergleiche dann die Konstruktion und Passform des jeweiligen Paars.
Polsterung: Achte auf die Form und den Zweck
Bei einem geschlossenen boxhandschuh verläuft die Polsterung um die gebeugten Finger und die Knöchelseite. Ein MMA-handschuh verteilt die Polsterung auf eine kompaktere Handkonstruktion, bei der die Finger teilweise frei bleiben. Du vergleichst also nicht nur, wie viel Schaumstoff vorhanden ist, sondern auch, wo er sitzt.
Das zeigt sich schon innerhalb der MMA-Linie. Ein Hayabusa T3 4 oz hat eine kompaktere Außenform als der T3 7 oz, bei dem das abgerundete Knöchelprofil deutlicher hervortritt. Die Form beeinflusst, wie der handschuh um deine Faust sitzt und wie viel Platz die Polsterung einnimmt, wenn du die Hand öffnest. Anhand der Produktfotos in den Modellabschnitten lassen sich diese Unterschiede gut vergleichen.
Fairtex Sparring 7 oz verwendet eine dreilagige Schaumstoffkonstruktion. Hayabusa T3 7 oz hat mehrlagigen Schaumstoff, und King Pro Boxing Revo 2 7 oz kombiniert eine dicke Polsterung mit seiner eigenen offenen Handkonstruktion. Vergleiche die Form der Knöchelseite, den Sitz an der Hand und die Beweglichkeit zwischen offener Hand und Faust. So bekommst du ein konkretes Bild von den Unterschieden.
Ein MMA-Sparringsmodell ist für das entsprechende Partnertraining gedacht. Halte die Intensität unter Kontrolle und stimme die Übung vorher ab. Diese Absprache gehört zum sparren dazu, während du den handschuh selbst nach Einsatzbereich, Passform und Zustand der Polsterung auswählst. So bleibt die Ausrüstung ein praktischer Bestandteil einer gut aufgebauten Runde.
Greifen erfordert mehr als Löcher für deine Finger
Ein MMA-Handschuh muss sowohl für eine offene Hand als auch für eine geschlossene Faust Platz bieten. Gerade den Übergang zwischen beiden solltest du beim Anprobieren beachten. Ein Modell kann angenehm sitzen, wenn deine Finger ausgestreckt sind, aber spannen, sobald du eine Faust machst.
Bei Hayabusa wird die Handflächenkonstruktion der T3-Serie als Y-Volar bezeichnet. Die Öffnungen und Stege liegen rund um die Handfläche und die einzelnen Finger. King Pro Boxing Revo 2 hat ebenfalls eine offene Konstruktion, mit einer eigenen Anordnung der Polsterung und Fingeröffnungen.
Öffne und schließe deine Hand langsam. Achte auf die Stege zwischen den Fingern, den Sitz am Daumen und den Platz über den Knöcheln. Du suchst nicht den geräumigsten Handschuh, sondern eine passende Größe, die beide Positionen ohne Einengung zulässt.
Beim Partnertraining setzt du die freien Finger bewusst beim Greifen und bei Übergängen ein. Übe diese Bewegung zunächst langsam und achte darauf, wo deine Hand landet. Ein Modell, das sich angenehm öffnen und schließen lässt, hilft dir, die vereinbarte Übung flüssig auszuführen. Halte deine Finger unter Kontrolle, wenn der Kontakt vom Schlagen zum Greifen wechselt.
Kannst du mit Boxhandschuhen MMA trainieren?
Ja, für die Teile des Trainings, für die das Modell geeignet ist. Eine MMA-Einheit kann aus separatem Schlagtraining, Kombinationen an Pratzen, Boxsacktraining, Ringen und gemischten Übungen bestehen. Du musst nicht jeden Teil mit demselben Paar absolvieren.
Arbeitest du nur an Schlagkombinationen und Fußarbeit, kann ein passender Boxhandschuh eine sinnvolle Wahl sein. Für sparren ohne Greifen wählst du ein geeignetes Paar Sparringshandschuhe. Für den Boxsack und Pratzen wählst du ein Modell, das für diesen Einsatz gemacht ist.
Sobald die Übung vom Schlagen zum Greifen übergeht, stößt ein geschlossener Handschuh an seine Grenzen. Du kannst deine Finger nicht einzeln um einen Griff schließen. Dann ändert sich nicht nur die Sportart im Kurs, sondern auch, was deine Hände können müssen.
Ein geschlossenes Paar hat damit einen klaren Platz in einer MMA-Trainingswoche: Boxtechnik, geeignetes Training mit Pratzen und am Boxsack oder separates Boxsparren. Für gemischte Übungen greifst du zum offenen MMA-Paar. Wenn du diese Aufgaben trennst, kannst du für beide Bereiche einen Handschuh wählen, der zu den Bewegungen deiner Hände passt.
MMA-Handschuhe am Boxsack und an Pratzen
Es gibt MMA-Modelle, die auch für das Training am Boxsack und mit Pratzen angeboten werden. Damit kannst du Kombinationen in einem kompakten offenen Handschuh üben. Für längere Einheiten mit vielen Schlägen sind auch ein geeignetes Paar geschlossener Trainingshandschuhe oder spezielle Boxsackhandschuhe eine gezielte Wahl. Vergleiche die Handposition, die Polsterung über den Knöcheln und den vorgesehenen Einsatz für die Trainingseinheit, die du absolvieren möchtest.
Bei den besprochenen Fairtex Sparring 7 oz gehört das Training mit Pratzen und am Sandsack zu den beschriebenen Einsatzmöglichkeiten. Durch die offene Fingerkonstruktion fühlt sich die Hand dabei anders an als in einem geschlossenen Trainingshandschuh. Deshalb lohnt es sich, beide Arten bei ihren jeweiligen Einsatzzwecken zu vergleichen: Schlagtraining mit freien Fingern gegenüber Schlagtraining mit einer geschlossenen Handkammer.
Für mehrere Runden mit Boxkombinationen am Sandsack kannst du gezielt ein geeignetes Paar geschlossener Trainingshandschuhe oder spezielle Sandsackhandschuhe wählen. So hast du für dein Schlagtraining ein eigenes Paar, während das MMA-Modell für Übungen mit Clinch und Bodenkampf verfügbar bleibt. Das ist eine praktische Kombination, wenn du beide Bereiche regelmäßig trainierst.
Verstehe Rival RS11V dabei nicht als allgemeine Empfehlung für das Sandsacktraining: Dieses Modell ist für sparren gedacht. Auch bei geschlossenen Boxhandschuhen musst du also zwischen dem Training am Sandsack und dem Kontakt mit einem Partner unterscheiden.
Achte beim Training am Sandsack und mit Pratzen auf eine natürliche Fausthaltung, eine bequeme Daumenposition und eine Polsterung, die über den Knöcheln bleibt. Beginne mit einer neuen Kombination zunächst langsam und achte darauf, wie sich der Handschuh dabei anfühlt. Höre bei Schmerzen auf und prüfe Größe, Einstellung und Einsatzzweck des Modells, bevor du weitermachst.
MMA-Sparring ist nicht dasselbe wie sparren mit Boxhandschuhen
Ein MMA-Sparringhandschuh lässt deine Finger frei. Das verändert den Kontakt mit deinem Partner, auch wenn die Knöchelseite großzügig gepolstert ist. Beim Übergang zum Clinch und Bodenkampf kannst du deine Hand öffnen; dabei erfordern die freien Finger besondere Kontrolle.
Wähle für MMA-Sparring ein dafür vorgesehenes Modell. Die zusätzliche Knöchelpolsterung und die offene Fingerkonstruktion ergänzen sich zu einem Handschuh, mit dem du Schläge und Grifftechniken kombinieren kannst. Ein kompaktes Wettkampfmodell gehört in eine andere Kategorie; diese Unterscheidung ist wichtiger, als nur die oz-Zahlen zweier Modelle zu vergleichen.
Beim sparren zählen auch der Zustand deiner Handschuhe und die Regeln des Gyms. Prüfe Verschlüsse, lose Kanten und die Polsterung. Ein Handgelenkriemen, der sich öffnet, oder eine harte, beschädigte Stelle ist für einen achtsamen Kontakt mit dem Partner nicht geeignet.
Für reines Box-Sparring wählst du dagegen ein geeignetes Paar geschlossener Sparringhandschuhe. Du trainierst dann mit einer geschlossenen Handkammer und einer anderen Schlagfläche. Passe bei beiden Trainingsformen die Intensität an deinen Partner und die Übung an. Prüfe vor der Runde, ob Verschlüsse, Innenfutter und Polsterung in gutem Zustand sind.
4 oz, 7 oz und Buchstabengrößen: zwei verschiedene Angaben
Die angegebene oz-Zahl sagt etwas über das Gewicht der Ausführung aus. Eine Buchstabengröße gibt Auskunft über die angebotene Passform. Bei den Hayabusa T3 MMA-Modellen findest du beispielsweise sowohl Ausführungen mit 4 oz als auch mit 7 oz, jeweils in Größen wie S, M, L und XL.
Du entscheidest dich also nicht zwischen „4 oz oder Größe M“. Es kann sich vielmehr um eine 4 oz-Ausführung in Größe M oder eine 7 oz-Ausführung in Größe M handeln. Der Platz für die Hand und das Trainingsziel sind damit zwei getrennte Überlegungen.
Eine 7 oz-Angabe bedeutet ebenso wenig, dass jedes Modell die gleiche Polsterung, Handfläche oder den gleichen Handgelenkverschluss hat. Hayabusa T3, King Pro Boxing Revo 2 und Fairtex Sparring haben jeweils eine eigene Konstruktion. Vergleiche bei jedem Modell die Größenangaben und den Einsatzzweck.
Bei Wettkämpfen gelten die Anforderungen des jeweiligen Regelwerks. Die Bezeichnung Wettkampfmodell auf einer Produktseite belegt nicht, dass diese Ausführung von jedem Verband, Veranstalter oder für jeden Kampf zugelassen wird. Das ist unabhängig von deiner persönlichen Vorliebe für Passform oder Marke.
Hayabusa T3 MMA: dieselbe Produktfamilie, zwei Einsatzbereiche
Die schwarze Hayabusa T3 MMA-Serie verwendet VYLAR-2, ein synthetisches Außenmaterial. Sowohl die 4 oz- als auch die 7 oz-Ausführung haben eine vorgeformte Konstruktion, eine Y-Volar-Handflächenkonstruktion und einen Dual-X-Verschluss.
Die 4 oz-Version wird als kompaktes Wettkampfmodell angeboten. Die 7 oz-Ausführung ist das umfangreicher gepolsterte MMA-Sparringmodell. Der gemeinsame Familienname macht sie also erkennbar, aber nicht für jede Trainingseinheit austauschbar.
Interessant, wenn: du einen MMA-Handschuh mit dieser Handflächenkonstruktion und doppeltem Handgelenkverschluss suchst. Wähle anschließend die Ausführung, die zu deinem Training passt, statt zuerst nach der oz-Angabe zu entscheiden, weil sie leichter oder schwerer klingt.
Worauf du achten solltest: ob du deine Hand in der richtigen Größe bequem öffnen und schließen kannst. Die vorgeformte Form kann angenehm sein, darf aber nicht dazu führen, dass die Fingerriemen oder die Daumenseite ständig spannen.
Die technischen Bezeichnungen helfen beim Vergleich: Y-Volar beschreibt die Handflächenkonstruktion, Dual-X den doppelten Handgelenkverschluss und VYLAR-2 das synthetische Außenmaterial. Probiere beim Anziehen aus, wie diese Komponenten zusammen an deiner Hand sitzen. Die Kombination aus vorgeformter Faust, passenden Fingeröffnungen und verstellbaren Handgelenkriemen bildet die praktische Grundlage der T3-Serie.
Hayabusa T3 LX Retro: Leder im Vergleich zum synthetischen T3
Die T3 LX Retro-Ausführungen bestehen aus italienischem Vollnarbenleder und sind ebenfalls als 4 oz- und 7 oz-Modell erhältlich. Sie haben charakteristische T3-Merkmale wie Dual-X und die offene Handflächenkonstruktion gemeinsam, unterscheiden sich beim Außenmaterial aber vom VYLAR-2.
Das Vollnarbenleder und das braune Retro-Finish verleihen dem LX neben dem schwarzen synthetischen T3 einen eigenständigen Look. Suchst du einen MMA-Handschuh aus Leder mit der charakteristischen T3-Handfläche und dem doppelten Handgelenkverschluss, ist diese Ausführung eine interessante Option. Vergleiche beide Materialien und achte dabei auf die Größe und die Bewegungsfreiheit deiner Hand: Außenmaterial und Passform bestimmen gemeinsam, wie sich der Handschuh anfühlt.
Auch bei LX musst du zwischen den Ausführungen unterscheiden. Die 4 oz Version wird als Wettkampfmodell angeboten. Die 7 oz Ausführung hat die umfangreichere MMA-Trainingskonstruktion. Das Wort LX allein sagt also nicht genug darüber aus, was du kaufst.
Bei der Anprobe bleibt die Bewegung zwischen offener Hand und Faust wichtig. Die Riemen um Finger und Handfläche bestimmen mit, wie das Modell an deiner Hand sitzt. Es reicht nicht, nur auf die Lederstruktur oder die Farbe zu achten.
Befolge bei der Pflege die Hinweise für die genaue Ausführung. Lass das Paar nach dem Training außerhalb der Tasche auslüften und verwende ein Pflegemittel, das zur Lederoberfläche passt. Prüfe dabei auch die Fingerriemen, das Innenfutter und den Verschluss. Mit dieser kurzen Routine behältst du die Teile im Blick, die sich beim Öffnen und Schließen der Hand ständig bewegen.
King Pro Boxing Revo 2 7 oz: offene Hand und umwickelbarer Handgelenkriemen
Der King Pro Boxing Revo 2 7 oz besteht aus Skintex und kombiniert eine dicke Polsterung mit einer offenen Fingerkonstruktion. Der lange Klettverschluss lässt sich zweimal um das Handgelenk wickeln. Auch der Daumen ist teilweise bedeckt.
Der lange, umwickelbare Riemen lässt sich anders einstellen als Hayabusas Dual-X. Beim Revo 2 wickelst du den Riemen um das Handgelenk; beim T3 verwendest du zwei Verschlussteile. Vergleiche, wie beide Lösungen sitzen und wie leicht sich die Spannung angenehm verteilen lässt. Gerade dieser praktische Unterschied ist wertvoll, wenn du die Modelle nebeneinander ausprobierst.
Interessant, wenn: du ein 7 oz MMA-Trainingsmodell suchst und dir diese Kombination aus Handform und langem Handgelenkriemen gefällt. Die Marke trägt Boxing im Namen, aber dieses spezielle Modell ist ein offener MMA-Handschuh.
Worauf du achtest: den Sitz an den Fingern, den Platz zum Schließen der Faust und den Verlauf des Riemens über deinem Handgelenk. Wickle den Riemen in Ruhe herum und probiere verschiedene Einstellungen aus. Gesucht ist ein Sitz, der nicht verrutscht und den Wechsel zwischen offener Hand und Faust angenehm zulässt.
Der Revo 2 ist eine gute Option für alle, die ein 7 oz Trainingsmodell mit einem langen, umwickelbaren Handgelenkriemen suchen. Achte auf den Platz im Handfach und die Position der Polsterung bei locker geschlossener Faust. Wenn sich diese Kombination gut anfühlt, ist das ein konkreter Grund, dieses Modell den anders konstruierten Ausführungen von Hayabusa und Fairtex vorzuziehen.
Fairtex Sparring 7 oz: Leder und dreilagiger Schaumstoff
Der besprochene Fairtex Sparring 7 oz besteht aus Rindsleder und hat eine dreilagige Schaumstoffkonstruktion, eine offene Handfläche und einen langen Klettverschluss. Der Daumen ist teilweise geschützt, während die Finger einzeln frei bleiben.
Diese Ausführung ist für MMA-Training sowie den beschriebenen Einsatz an Pratzen und am Boxsack gedacht. Dafür kombiniert das Modell eine Außenseite aus Leder mit einer abgerundeten Knöchelpartie und einer freien Handfläche. Beurteile diese schwarz-rote 7-oz-Ausführung anhand dieser Kombination; andere MMA-Modelle von Fairtex können anders aufgebaut und für andere Einsatzzwecke gedacht sein.
Auch hier kommt es auf das Verhältnis zwischen Polsterung und Bewegungsfreiheit der Hand an. Prüfe, wie viel Platz die Handflächenkonstruktion lässt und wie die Fingeröffnungen sitzen. Eine offene Handfläche allein bedeutet nicht, dass jede Hand darin den gleichen Halt oder die gleiche Bewegungsfreiheit hat.
Vergleiche den langen Verschluss mit King Pro Revo 2 und Hayabusa T3 hinsichtlich Einstellbarkeit und Komfort. Fairtex vereint Rindsleder, dreilagigen Schaumstoff und eine offene Handfläche in einem Modell. Wegen der Anordnung der Fingeröffnungen und der Daumenabdeckung lohnt es sich, die Hand beim Anprobieren langsam zu öffnen und zu schließen.
Welchen Boxhandschuh wählst du zusätzlich zu einem Paar MMA-Handschuhen?
Orientiere dich zunächst daran, wofür du das geschlossene Paar brauchst. Willst du Boxsparring machen, suche nach einem dafür vorgesehenen Modell. Willst du vor allem am Boxsack und an den Pratzen trainieren, vergleiche geeignete Trainingshandschuhe oder Sandsackhandschuhe.
Rival RS11V Evolution ist ein klares Beispiel für einen Sparringshandschuh. Die geschlossene Handkonstruktion, der mehrlagige Schaumstoff und der V-Strap-Verschluss sind für einen anderen Einsatz gedacht als die offenen MMA-Modelle in diesem Ratgeber. Dieses Paar solltest du nicht automatisch auch für jedes Training am Sandsack und an den Pratzen verwenden.
XPRT Pro V3 hat eine Außenseite aus Leder, mehrlagigen Schaumstoff und einen breiten, langen Klettverschluss. Bei der Wahl eines Allround-Trainingshandschuhs sind die passende Ausführung und deine Übungen entscheidend. Das ist ein anderer Ausgangspunkt als bei einem kompakten MMA-Wettkampfmodell.
Du musst für beide Paare nicht dieselbe Marke wählen. Ein angenehm sitzender Handbereich bei MMA-Handschuhen sagt wenig über die Passform eines geschlossenen Boxhandschuhs aus derselben Produktfamilie aus. Vergleiche beide Paare getrennt und lass jedes seine eigene Aufgabe erfüllen.
Passform, Verschluss und Boxbandagen: Prüfe die ganze Hand
Probiere MMA-Handschuhe mit dem Handschutz an, den du bei diesem Training verwendest. Boxbandagen beeinflussen den Platz über den Knöcheln und um die Handfläche. Eine Größe, die ohne Boxbandagen angenehm sitzt, muss sich mit deiner üblichen Wicklung nicht genauso anfühlen.
Öffne die Hand, balle sie locker zur Faust und wiederhole das langsam. Prüfe, ob die Fingerbänder nicht zwischen deinen Fingern einschneiden, der Daumen nicht weggezogen wird und die Polsterung über den Knöcheln an einer brauchbaren Stelle bleibt. Wähle nicht einfach eine zu große Größe, nur um Druckstellen bei einem kleineren Modell zu vermeiden.
Stelle danach das Handgelenkband ein. Es sollte nicht unnötig drücken und beim Öffnen und Schließen der Hand nicht verrutschen. Ein langes Band und ein Doppelverschluss sind unterschiedliche Lösungen; beide müssen sich an deinem Handgelenk angenehm anfühlen.
Eine straff angezogene Manschette gleicht eine falsche Fingergröße nicht aus. Umgekehrt behebt eine geräumige Handfläche keine unangenehme Daumenposition. Achte auf die ganze Hand, statt nur darauf, wie fest sich das Handgelenk anfühlt.
Überprüfe die Handschuhe auch nach dem Kauf regelmäßig. Lass das Paar auslüften und befolge die Pflegehinweise für die jeweilige Ausführung. Lose Nähte, beschädigte Fingerbänder oder veränderte Polsterung sind für die Nutzung wichtiger als die Frage, ob das Logo noch gut aussieht.
Brauchst du ein Paar oder lieber zwei?
Du trainierst nur Boxen oder Kickboxen
Wähle für deine Übungen ein geeignetes geschlossenes Trainings- oder Sparringshandschuhpaar. Der vorgeformte Handbereich eignet sich zum Schlagen, Blocken und Decken. Vergleiche anschließend den Einsatzzweck des Modells, die oz-Ausführung und den Platz für deinen Handschutz. So kannst du für das Sandsack- und Pratzentraining sowie für das Boxsparring jeweils gezielt wählen.
Du kombinierst Schläge mit Clinch und Bodenkampf
Wähle für diese gemischten Übungen ein passendes MMA-Modell. Unterscheide dabei zwischen einer kompakten, wettkampforientierten Ausführung und einem MMA-Sparringshandschuh. Greifen zu können ist wichtig, aber nur ein Teil der Entscheidung.
Du wechselst zwischen MMA-Übungen und separaten Boxeinheiten
Mit zwei Paaren hast du für jeden Trainingsbereich eine eigene Lösung: ein MMA-Paar für Schläge, Clinch und Bodenkampf und ein geeignetes geschlossenes Paar für das separate Schlagtraining. So kannst du die Bewegungsfreiheit deiner MMA-Handschuhe mit der Konstruktion eines Trainingshandschuhs oder eines speziellen Sparringsmodells kombinieren.
Du suchst einen Handschuh für einen Wettkampf
Prüfe zuerst die aktuellen Anforderungen für diesen Wettkampf. Marke, Gewicht und Ausführung müssen dem Reglement entsprechen. Ein bevorzugtes Trainingsmodell oder die Angabe 4 oz macht ein Paar nicht automatisch zu zugelassenen Wettkampfhandschuhen.
Die beste Wahl hängt davon ab, was deine Hände tun müssen. Nur zu schlagen und zu blocken stellt andere Anforderungen, als innerhalb derselben Übung zu schlagen, die Hand zu öffnen und zu greifen. Unterscheide außerdem zwischen Sandsacktraining, sparren und Wettkämpfen. So wählst du den richtigen Typ, bevor du Materialien, Verschlüsse und Marken vergleichst.
Wenn du den Platz für die Hand und die Handgelenkverschlüsse selbst direkt vergleichen möchtest, kannst du passende Modelle in unserem showroom in Waddinxveen ansehen und kaufen. Probiere die Bewegung von der offenen Hand zur Faust aus und vergleiche anschließend einen geschlossenen Trainingshandschuh. So wird der Unterschied zwischen den Konstruktionen direkt spürbar.




















