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Brasilianisches Jiu-Jitsu

Brasilianisches Jiu-Jitsu

Brazilian Jiu-Jitsu ist eine Kampfkunst, die sich auf Grappling mit Schwerpunkt auf Bodenkampf konzentriert. Ziel ist es, eine dominante Position einzunehmen und dafür zu sorgen, dass ein Angreifer so schnell wie möglich „abklopft“. Es basiert auf einer angepassten Variante des traditionellen japanischen Jiu-Jitsu namens „Jiu-do“.

Die Idee dahinter ist, dass Sanftheit Härte besiegt. Mit anderen Worten: Eine kleine, schwächere Person kann sich mit den richtigen Techniken und Bewegungen gegen einen stärkeren und größeren Angreifer verteidigen. Man kann es zur Selbstverteidigung, bei speziellen Grappling-Turnieren und bei Turnieren in Mixed Martial Arts ausüben. Sparring und das ständige Wiederholen von Übungen spielen im Training eine wichtige Rolle. Im Mittelpunkt steht vor allem die erbrachte Leistung, insbesondere bei Wettkämpfen und Turnieren.

Geschichte des Brazilian Jiu-Jitsu

Die Sportart begann, als Mitsuyo Maeda, ein Meister im Kosen-Judo (einer Form des Judo, die sich stärker auf den Bodenkampf spezialisiert und Ne-Waza genannt wird), nach Brasilien auswanderte. Er veränderte die Trainingsmethoden so, dass sie nicht tödlich waren, und brachte diese Techniken Carlos Gracie bei, der sie wiederum an seinen jüngeren Bruder Helio weitergab. Die Brüder brachten ihren Kindern die Sportart bei, die diese Familientradition bis heute fortführen. Die Familie Gracie perfektionierte das System im Laufe der Jahre immer weiter.

Oft nahm man an Vale-Tudo-Wettkämpfen (dem Vorläufer von Mixed Martial Arts) teil, bei denen der Schwerpunkt auf Bodenkämpfen und der Anpassung von Techniken lag. Brazilian Jiu-Jitsu wurde Anfang der 1990er-Jahre in den Vereinigten Staaten bekannt, als Royce Gracie die erste, zweite und vierte „Ultimate Fighting“-Meisterschaft gewann. Seitdem ist es für viele MMA-Kämpfer eine bevorzugte Sportart und wird weithin für seinen Schwerpunkt auf Bodenkämpfen gelobt. Brazilian-Jiu-Jitsu-Turniere erfreuen sich weltweit wachsender Aufmerksamkeit und werden immer bekannter und größer, wie etwa die No-Gi-Submission-Grappling-Turniere der ADCC (Abu Dhabi Combat Club).

Manchmal wird die Sportart Gracie Jiu-Jitsu genannt, doch dieser Name ist von Rorion Gracie als Marke geschützt und bezieht sich auf den Stil, den er und seine Lehrer vertraten. Andere Mitglieder der Familie Gracie haben etwas Ähnliches entwickelt, darunter Charles Gracie und Renzo Gracie. Die Machado-Brüder nennen es Machado Jiu-Jitsu. Jeder Stil hat seine eigenen, einzigartigen Aspekte, doch global betrachtet gelten sie als Ableger des Brazilian Jiu-Jitsu.

Brazilian Jiu-Jitsu in den Niederlanden

Obwohl die Sportart bereits seit Jahren in den Niederlanden ausgeübt wird, ist sie noch nicht besonders bekannt – obwohl die Niederlande weltweit für ihre große Bekanntheit im Bereich der Kampfsportarten bekannt sind. In den Niederlanden gibt es eine ganze Reihe von Schulen, an denen man Brazilian Jiu-Jitsu trainieren kann. Meistens unterrichtet dort ein „Schwarzgurt“, aber nicht immer. Die Trainer kommen hauptsächlich aus Brasilien. Mathieu Peters aus Oss ist der erste niederländische „Schwarzgurt“. Er bestand die prestigeträchtige Prüfung im Januar 2007 an der Yamasaki Academy in Washington, USA. Es wird erwartet, dass die Sportart in den Niederlanden einen enormen Aufschwung erleben wird. Brazilian Jiu-Jitsu gilt als eine der effektivsten Kampfsportarten.

In Belgien gibt es bereits einige Schwarzgurte: Juan Grizzo, Sabatine, Mario D’Hoker und Koen Smets. Auch hier findet Brazilian Jiu-Jitsu großen Anklang, und die Zahl der Ausübenden wächst stetig. Viele waren in der Vergangenheit gezwungen, für Wettkämpfe und Seminare regelmäßig ins Ausland zu reisen. Heute organisieren die Vereine zunehmend selbst Lehrgänge, Seminare und Wettkämpfe, um ihr Niveau zu steigern.

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