Eine internationale Kampfsportorganisation gewinnt durch die Kämpfe, die sie veranstaltet, ein Gesicht: den ersten Auftritt eines Talents, einen technisch starken Sieg und ein Finale, in dem alles zusammenkommt. Im Februar 2026 blickte SENSHI auf seine Entwicklung seit der ersten Ausgabe im Jahr 2019 zurück. Die Bilanz umfasste 373 Kämpfer aus 59 Ländern, 347 Kämpfe und 119 Knockouts.
Diese Zahlen bildeten den Auftakt zu SENSHI 30, das für den 28. Februar 2026 in Varna angekündigt war. Dieser Artikel hält diese Momentaufnahme fest: die Statistiken nach 29 Ausgaben und die damals veröffentlichte Kampfkarte der Jubiläumsgala.
Sieben Jahre SENSHI, zusammengefasst in einem Überblick
Die erste Ausgabe von SENSHI fand laut Mitteilung der Organisation am 23. Februar 2019 statt. Am 24. Februar 2026 präsentierte KWU SENSHI einen Rückblick auf 29 Galas. Im Mittelpunkt standen sowohl die Größe des internationalen Teilnehmerfeldes als auch die sportlichen Meilensteine.
Mit 373 Kämpfern und 347 Kämpfen beleuchten die Zahlen verschiedene Seiten dieser Geschichte. Die Teilnehmerzahl beschreibt das Feld, das bei der Organisation antrat; die Zahl der Kämpfe zeigt, wie viele Begegnungen über die verschiedenen Ausgaben hinweg ausgetragen wurden. Die 119 Knockouts waren ein besonders auffälliger Teil der Bilanz.
Es war ein passender Moment für einen Rückblick. SENSHI stand vor seiner dreißigsten Ausgabe und kündigte für 2026 fünf Grand-Prix-Turniere in verschiedenen Gewichtsklassen an. Das erste dieser angekündigten Turniere war für die Gewichtsklasse bis 75 kg vorgesehen.
Ein Teilnehmerfeld aus 59 Ländern
Die internationale Vielfalt ist einer der bemerkenswertesten Aspekte des Berichts. Kämpfer aus 59 Ländern hatten den SENSHI-Ring betreten. Nach Angaben der Organisation kamen 14 % der Teilnehmer aus Bulgarien. Außerdem nannte sie Spanien, Frankreich, Rumänien, Brasilien, die Niederlande und Serbien als Länder mit vielen Teilnehmern.
Italien, die Türkei und Marokko vervollständigten die genannte Top Ten. Damit gehörten auch die Niederlande zu den Ländern, die besonders stark zum Teilnehmerfeld beitrugen. Für niederländische Kickboxfans macht das die internationale Organisation besonders vertraut: Im Ring trafen unterschiedliche Kampfstile und sportliche Hintergründe aufeinander, darunter auch Vertreter der eigenen Kickboxszene.
Die Übersicht nannte außerdem elf professionelle Kämpferinnen, die bei SENSHI angetreten waren. Das ist eine separate Teilnehmerzahl aus demselben historischen Rückblick.
347 Kämpfe, 119 Knockouts und sportliche Meilensteine
Für die ersten 29 Ausgaben meldete SENSHI insgesamt 347 Kämpfe und 119 Knockouts. Das Jahr mit den meisten Kämpfen in der veröffentlichten Übersicht war 2023 mit 71 Kämpfen. Solche Zahlen vermitteln ein konkretes Bild von der Wettkampfbühne, die die Organisation in dieser Zeit aufgebaut hatte.
Neben den Einzelkämpfen beschrieb der Bericht die Titel, die mit dieser Bühne verbunden waren. Die Organisation hatte sechs Europameister gekürt und ihren ersten Grand Prix-Champion in der Klasse über 95 kg ermittelt. Diese Turnierform sollte laut der Ankündigung für 2026 mit mehreren Gewichtsklassen ausgebaut werden.
Für die Zuschauer sorgen Titel und Turniere für eine zusätzliche Geschichte. Bei einem Einzelkampf stehen sich zwei Gegner gegenüber; ein Grand Prix verbindet mehrere Kämpfe zu einem Titelrennen. Gerade diese Kombination aus einzelnen Duellen und einer größeren Turniergeschichte machte die Ankündigung von SENSHI 30 interessant.
Der angekündigte Grand Prix bis 75 kg
Für den 28. Februar 2026 war in Varna ein Grand Prix bis 75 kg auf der angekündigten Fightcard vorgesehen, nach den KWU FULL CONTACT-Regeln der Organisation. In den vier Auftaktkämpfen trafen acht Kämpfer aus verschiedenen Ländern aufeinander.
- Carlos Barbosa aus Brasilien gegen Zhulien Rikov aus Bulgarien.
- Constantin Rusu aus Moldau gegen Florin Lambagiu aus Rumänien.
- Jordi Requejo aus Spanien gegen Konstantin Stoykov aus Bulgarien.
- Jorge Davila aus Spanien gegen Christian Baya aus der DR Kongo.
Der angekündigte Ablauf sah nach der Auftaktrunde Halbfinalkämpfe, einen Kampf um Platz drei und das große Finale vor. In diesem Finale sollte der SENSHI Grand Prix-Champion bis 75 kg ermittelt werden. Hier steht die Fightcard, wie sie im Vorfeld vorgestellt wurde, und keine Ergebnisübersicht der späteren Gala.
Reservekämpfe und drei separate Superfights
Zum Grand Prix gehörten auch zwei angekündigte Reservekämpfe. Aibek Amanov aus Kasachstan wurde gegen Viktor Krashevski aus Bulgarien angesetzt. Fernando Tigre aus Portugal sollte gegen David Kinhefner aus Ungarn antreten. Diese Kämpfe waren Teil der veröffentlichten Turnierankündigung.
Neben dem Grand Prix standen drei Superkämpfe nach KWU FULL CONTACT-Regeln auf der angekündigten Kampfkarte. Zwei davon waren in der Klasse bis 70 kg angesetzt, dazu kam ein Kampf in der Klasse über 95 kg.
- Hirokatsu Miyagi aus Japan gegen Samo Petje aus Slowenien: bis 70 kg.
- Charalampos Digkas aus Griechenland gegen Diyan Dimitrov aus Bulgarien: bis 70 kg.
- Francesko Xhaja aus Albanien gegen Giannis Stoforidis aus Griechenland: über 95 kg.
Die Kombination gab der angekündigten Veranstaltung zwei klare Bestandteile: einen durchgehenden Titelkampf in der Klasse bis 75 kg und einzelne internationale Begegnungen außerhalb dieses Turniers.
Vom Zuschauen beim Kampf zum gezielten Training
Ein Kampf kann auch Anregungen für dein eigenes Kickboxtraining geben. Achte zum Beispiel einmal auf ein einzelnes technisches Thema statt nur auf die Treffer: wie ein Kämpfer Distanz schafft, nach einer Kombination in die Deckung zurückkehrt oder mit einem Schlag einen Tritt vorbereitet. Mit einem solchen Schwerpunkt hat die nächste Trainingsrunde ein klares Ziel.
An einem boxsack kannst du gezielt am Rhythmus einer Kombination und an der Rückkehr in deine Ausgangsposition arbeiten. Mit Pratzen oder einem kickschild kommt das Ziel hinzu, das dir ein Partner anbietet. Dabei übst du auch, die Distanz einzuschätzen und den richtigen Moment zu nutzen, wenn das Ziel angeboten wird.
Passende Ausrüstung erleichtert diese Übungsformen. Kickboxhandschuhe bieten dir eine gute Grundlage für Schlagübungen; schienbeinschützer gehören zu den entsprechenden Partnerübungen. Eine kickbox-short bietet Bewegungsfreiheit beim Steppen, Drehen und Treten. Dieser praktische Teil ist ein eigener Trainingstipp und ergänzt den historischen Beitrag über SENSHI.
Ein markanter Meilenstein vor der dreißigsten Veranstaltung
Die Stärke des Überblicks vom Februar 2026 liegt in der Kombination: 29 Veranstaltungen, Teilnehmende aus 59 Ländern und Hunderte Kämpfe seit dem Start im Jahr 2019. Die Zahlen hielten fest, wie sich SENSHI bis zu diesem Zeitpunkt entwickelt hatte, während der angekündigte Grand Prix den nächsten sportlichen Schritt darstellte.
So bleibt dieser Beitrag ein Rückblick auf einen konkreten Moment in der Geschichte der Organisation. Für alle, die selbst kickboxen, führt zudem eine praktische Verbindung vom internationalen Ring auf die Trainingsfläche: aufmerksam zuschauen, ein technisches Thema auswählen und gezielt daran weiterarbeiten.














