Die Geschichte des Thai-Boxens (Muay Thai) lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Damals wurden Kriege mit Pfeil und Bogen, Schwertern und Speeren geführt. Bei Kämpfen auf kurze Distanz waren Arme und Beine jedoch ebenfalls hervorragende Waffen. Der Sport wurde in die Armee aufgenommen und Bestandteil der Ausbildung – alles auf Anordnung von König Naresuan im Jahr 1560.
Während eines der vielen Kriege zwischen Myanmar und seinem Land wurde er von den Bewohnern Myanmars gefangen genommen. Man wusste, dass er gut kämpfen konnte, und versprach ihm daher, dass er sich seine Freiheit erkämpfen dürfe. Das Unglaubliche geschah: Der König besiegte alle seine Gegner und erlangte dadurch seine Freiheit. Bei seiner Rückkehr nach Siam wurde er als Held empfangen. Daraufhin beschloss er, Thai-Boxen zu einem Nationalsport zu machen. Boxhandschuhe wurden aus Hanf und Pferdehaut hergestellt, und noch heute wird dies auf dem Land in Thailand praktiziert.