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Tipps für deinen ersten Kickboxkampf

Tipps für deinen ersten Kickboxkampf

Mit diesen Tipps für deinen ersten Kickboxkampf bist du sofort im Vorteil. Du wirst sicher ein bisschen nervös sein. Keine Panik, mit unseren Tipps bist du bestens vorbereitet.

Dein allererster Kampf kann eine überwältigende Erfahrung sein. Es ist ein Gefühl, das du nirgendwo sonst erleben wirst. Mit unseren Tipps kannst du dich gut auf deinen allerersten Kickboxkampf vorbereiten.

Die 11 besten Tipps für deinen ersten Kickboxkampf:

1. Hart trainieren

Das versteht sich eigentlich von selbst, trotzdem nehmen viele Menschen diesen Schritt nicht ernst genug. Du kannst das größte Talent im Fitnessstudio sein, aber wenn du nicht gut vorbereitet in den Ring gehst, wirst du den Kampf nicht gewinnen.

Bei Kämpfen von Jugendlichen und Neulingen gewinnt nicht immer der beste Kämpfer. Oft gewinnt der Kämpfer mit der besten Kondition, der also von Anfang bis Ende Vollgas geben kann.

Außerdem gilt: Wenn du gut trainiert bist, kannst du auch Schläge besser einstecken. Deshalb sind viel Training, regelmäßiges Laufen und ausreichend Erholung besonders wichtig!

2. Viel sparren

Sparren ist die ultimative Form der Wettkampfvorbereitung, weil du dich beim Sparren nicht selbst belügen kannst. Beim Sparren lernst du, wie du Schläge wirklich blockst, wie du ausweichst und wie du gut konterst.

Mein goldener Tipp fürs Sparren lautet: Sparre nicht mit Menschen, die sich beweisen wollen. Diese Menschen sparren nämlich zu hart mit dir.

Stattdessen solltest du mit erfahrenen Jungs und/oder Mädchen sparren, die dir helfen wollen, dich weiterzuentwickeln. Diese Menschen wissen, wie sie mit dir sparren müssen. Lass sie deine Schwachstellen ausnutzen, aber sparrt nicht zu hart miteinander, sonst ziehst du dir schnell Verletzungen zu. Natürlich willst du nicht verletzt in den Ring steigen.

3. Achte auf dein Gewicht

Das ist einer der wichtigsten Tipps für deinen ersten Kickboxkampf! Vielleicht möchte dein Trainer, dass du beispielsweise in der Gewichtsklasse bis 70 kg kämpfst, während du normalerweise etwa 73 kg wiegst. Das bedeutet natürlich, dass du darauf achten musst, nicht zu viel zuzunehmen.

Versuche, in deinem natürlichen Körpergewicht oder höchstens 5 Kilo darunter zu kämpfen. Je mehr du abnehmen möchtest, desto mehr Kraft verlierst du. Achte darauf, dass du bereits eine Woche vorher annähernd im Gewicht bist. Je mehr Kilo du zu schwer bist, desto mehr musst du am Abend des Wiegens ausgleichen.

Viele Kämpfer kämpfen deutlich unter ihrem natürlichen Gewicht, weil sie dadurch einen Vorteil bei Größe und Kraft haben. Das ist nicht unbedingt schlimm, aber wenn du zu weit unter deinem Gewicht kämpfst, kann es gefährlich werden.

4. Gute Ausrüstung

Es ist wichtig, dass du über die richtige Kickboxausrüstung verfügst. Natürlich beginnt das mit einer großen Sporttasche, in der du deine gesamte Kickboxausrüstung und Pflegeartikel verstauen kannst.

Von sporttape bis Thailändisches Öl, von Kühlspray bis zu einem zusätzlichen mundschutz – du musst alles dabeihaben. Du kannst nicht erwarten, dass der Trainer alles mitbringt. Du bist selbst für deine Kickboxausrüstung verantwortlich.

5. Gut schlafen

Sorge dafür, dass du am nächsten Tag ausgeruht bereitstehst. Das bedeutet, dass du früh ins Bett gehen solltest. Versuche, etwa eine Stunde länger zu schlafen als normalerweise. Dein Körper braucht Zeit, um sich zu erholen!

Wenn du deinem Körper diese Zeit gibst, wird dein Ergebnis am Kampftag umso besser sein. Wenn du normalerweise um 23:00 Uhr schlafen gehst, solltest du am Abend vor dem Kampf also bereits um 22:00 Uhr ins Bett gehen.

6. Gut essen

Versuche, vor dem Kampf ausreichend Kohlenhydrate zu dir zu nehmen. Kohlenhydrate geben dir nämlich genügend Energie. Pasta ist die üblichste Mahlzeit in der Umkleidekabine.

Pasta lässt sich außerdem einfach mitnehmen. Fülle eine Plastikdose mit Pasta und nimm Besteck mit. Iss deine Pasta in der Umkleidekabine mit ausreichend Abstand zu deinem Kampf. So kannst du das Essen gut verdauen und stehst nicht mit vollem Magen im Ring. Wenn du dann einen Schlag oder Tritt gegen den Körper bekommst, kann das Essen wieder hochkommen.

7. Entspannen

Du solltest versuchen, dich vor deinem Kampf so viel wie möglich auszuruhen. Sei früh am Veranstaltungsort. So kannst du alles ganz entspannt erledigen.

Gehe in deine Umkleidekabine und suche dir einen guten Platz. Setz dich dort gemütlich hin und/oder leg dich auf eine Bank, setz deine Ohrhörer ein und höre in Ruhe Musik. Iss in Ruhe etwas, trink etwas und zieh dich entspannt um. Ein Fehler, den ich viele Menschen machen sehe, ist, ständig auf den Zeitplan an der Tür zu schauen. Bleib also ganz locker, dann wird alles gut!

8. Ruhig bleiben

Wenn du im Ring stehst, ist es von entscheidender Bedeutung, ruhig zu bleiben. Achte auf deine Atmung – sowohl vor dem Kampf als auch währenddessen! Die Art, wie du atmest, ist ein wichtiger Faktor in deinem Kampf. Wenn du vor dem Kampf in der Umkleidekabine sitzt und merkst, wie die Anspannung zunimmt, solltest du versuchen, ruhig weiterzuatmen.

Atme durch die Nase ein und anschließend durch den Mund aus. Das hilft dir, dich zu beruhigen. Auch während des Kampfes musst du auf deine Atmung achten. Versuche, beim Schlagen so wenig Luft wie möglich auszuatmen. Dadurch wirst du schneller müde.

Mach es wie viele Boxer und erzeuge beim Schlagen dieses seltsame zischende Geräusch. Im Grunde bildest du dabei eine Art Filter, der dafür sorgt, dass du nur so viel Luft ausatmest, wie du für den jeweiligen Schlag oder Tritt benötigst. Dadurch behältst du Sauerstoff in deiner Lunge. Das ist einer der wichtigsten Tipps für deinen ersten Kickboxkampf!

9. Konzentriere dich nicht zu sehr auf Kraft

Wenn der Kampf begonnen hat, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass sich jeder Schlag und Tritt, den du ausführst, anders anfühlt als im Training. Das ist völlig normal und liegt am Adrenalin, das durch deinen Körper strömt.

Das Adrenalin sorgt dafür, dass du im Ring weniger spürst. Nicht nur deine eigenen Schläge fühlen sich schwächer an, auch die Schläge deines Gegners spürst du weniger stark als normalerweise beim Sparren. Aber täusche dich nicht: Deinem Gegner geht es genauso.

Das Wichtigste ist, dass du dich auf deine Deckung konzentrierst und technisch weiterkämpfst. Je mehr Kraft du einzusetzen versuchst, desto mehr Energie verschwendest du und desto schneller wirst du müde.

10. Höre auf deinen Trainer

Das ist einer der wichtigsten Tipps für deinen ersten Kickboxkampf! Der Kampf hat begonnen, die Glocke ist ertönt und du kämpfst gegen deinen Gegner. Versuche, ruhig zu bleiben und während des Kampfes auf die Anweisungen deines Trainers zu hören.

Versuche nur, während des Kampfes nicht zu deinem Trainer zu schauen. Viele Anfänger machen diesen Fehler. Wenn du ständig deinen Namen hinter dir hörst, drehst du dich automatisch um. Versuche, das nicht zu tun. Übe dies beim Sparren!

Sorge dafür, dass dein Trainer oder jemand anderes dir Anweisungen gibt, und du darfst dich nicht umdrehen. Der Grund, warum du während des Kampfes nicht zu deinem Trainer schauen solltest, ist, dass du sonst nicht siehst, was vor dir passiert.

Wenn dein Gegner bemerkt, dass du dich ständig zu deinem Trainer umsiehst, wird er oder sie das ausnutzen, indem er oder sie dich trifft, während du dich umdrehst. Das kann sehr gefährlich sein, denn die meisten Knockouts im Kickboxen entstehen durch schnelle Schläge oder Tritte, die du nicht kommen siehst.

11. Erholen

Du hast in einem Kickboxkampf nur sehr wenig Erholungszeit. Deshalb musst du die Pausen, die du bekommst, optimal nutzen. Versuche, nach dem Ertönen der Glocke so schnell wie möglich in deine Ecke zu gehen.

Halte deinen Kopf hoch und die Brust nach vorn. Lege deine Arme auf den Seilen ab. Das entlastet deine Arme und du kannst besser ein- und ausatmen. Höre deinem Trainer zu und konzentriere dich vor allem auf deine Atmung.

Nimm einen Schluck Wasser. Trink nicht zu viel, denn sonst kann es passieren, dass du das Wasser später wieder hochkommen spürst, wenn du im weiteren Verlauf des Kampfes einen Treffer auf den Bauch bekommst.

Ich hoffe, dass dir diese Tipps für deinen ersten Kickboxkampf bei deinem allerersten Kampf helfen werden. Ich wünsche dir viel Spaß – versuche natürlich, den Moment ein wenig zu genießen. Deinen ersten Kampf wirst du nie vergessen. Du wirst ein unbeschreibliches Gefühl erleben.

Die Anspannung verschwindet von selbst, sobald der Kampf läuft. Und das Schönste an einem Kickboxkampf ist das erfüllte Gefühl, das du bekommst, wenn du 3 volle Runden gekämpft hast und dort stehen darfst. Wenn du dann auch noch gewinnst, kann dein Tag wirklich nicht mehr besser werden. Viel Erfolg und gib alles!

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