Von Vesterbro nach Hamburg. Bech-Olsen wurde am 7. Dezember 1866 im Kopenhagener Stadtteil Vesterbro geboren. Seine Familie zog später nach Køge. Nach einer Ausbildung zum Maurer ging er als Geselle nach Deutschland und ließ sich in den 1880er-Jahren in Hamburg als Maurermeister nieder. Am 14. Mai 1888 heiratete er dort Oline Vilhelmine Agnes Gerdes.
Eine Ringer-Ausbildung in Sankt Pauli. In Hamburg lernte er im Ringerverein Roland in Sankt Pauli von Carl Abs das Ringen. Diese Begegnung verbindet seinen handwerklichen Hintergrund mit seinem späteren Leben als Berufssportler. In Deutschland wurde er unter dem Spitznamen Der unüberwindbare Däne bekannt.
Zurück in Kopenhagen Bech-Olsen kaufte ein Café in der Helgolandsgade in Vesterbro, das er Café Bech-Olsen nannte. Seine dänischen Wettkämpfe fanden an unterschiedlichen Orten statt. 1896 besiegte er John Pohl und Memisch Effendi im Vergnügungslokal Sankt Thomas an der Frederiksberg Allé. Die Ringermatte befand sich damit mitten in einer umfassenderen Welt des öffentlichen Sports und der Unterhaltung.
Der Titelkampf mit Antonio Pierri. 1897 traf Bech-Olsen auf der Radrennbahn von Ordrup auf Antonio Pierri. Pierri präsentierte sich als Weltmeister im griechisch-römischen Ringen. Der Sieg über Pierri und ihre anschließende Begegnung bilden ein zentrales Kapitel in Bech-Olsens Ruf. Dieser professionelle Titelkampf gehört zu einer anderen Wettkampftradition als die späteren Weltmeisterschaftsturniere und Olympischen Spiele.
Rennbahnen und internationale Gegner. Die Rennbahn von Charlottenlund wurde zu einem wiederkehrenden Schauplatz seiner Auftritte. In den Jahren nach den Pierri-Kämpfen traf er dort unter anderem auf Tom Bradley, Leon Masson, Charles Green und Paul Pons. Außerdem reiste er in die Vereinigten Staaten. In New York trat er 1900 gegen Ernest Roeber an, in einem Kampf, der als Begegnung zwischen europäischen und amerikanischen Meistern angekündigt wurde.
Das Ende der großen Kämpfe. Bech-Olsen trat zu Beginn des 20. Jahrhunderts weiterhin auf, verlor jedoch 1903 und erneut 1904 gegen Jess Pedersen. Die Begegnung von 1904 im Østerbro-Stadion war sein letzter großer Ringkampf. Danach verlagerte sich seine Laufbahn zunehmend von der eigenen sportlichen Leistung hin zur Organisation öffentlicher Unterhaltung.
Zirkus Bech-Olsen wurde am 20. April 1908 in Frederikshavn gegründet. 1910 eröffnete Bech-Olsen ein großes Zirkusgebäude am Aaboulevarden in Kopenhagen. Als der Zirkus später durch das Land zu reisen begann, erhielt das Gebäude eine neue Funktion als Kino unter dem Namen Kæmpe Biografen. Es wurde 1919 verkauft und abgerissen.
Ein Name, der außerhalb des Rings fortbestand. Ab 1917 lebte Bech-Olsen mit seiner Familie auf Christinesminde bei Nørresundby. Er starb am 19. Februar 1932. Sein Sohn Eitel Vilhelm, bekannt als Manne, führte den Zirkus noch drei Spielzeiten lang weiter; die letzte Vorstellung fand 1934 in Rødding statt. Auch ein Lied von Julius Strandberg und Streichholzschachteln mit seinem Porträt hielten seinen Namen außerhalb der Ringerwelt lebendig.