Wim Bos

Wim Bos

Gründer Trainer
Niederländisch ITF-Turnier- und Kampfrichterkomitee, ITF-Poomsae-Handbuch, Technischer Direktor der FITAE-ITF, Gründer von ITF Nederland

Statistiken

Land
Niederlande
Geboren
11 Nov 1952
Spezialisierung
ITF-Turnier- und Kampfrichterkomitee, ITF-Poomsae-Handbuch, Technischer Direktor der FITAE-ITF, Gründer von ITF Nederland
Wim Bos (geboren am 11. November 1952 in Appingedam) ist die einflussreichste niederländische Persönlichkeit in der Geschichte des ITF-Taekwon-Do – und einer der technisch vollständigsten Praktizierenden, die diese Kunst je hervorgebracht hat. In der Sportwelt nennen sie ihn den Johan Cruijff des ITF-Taekwon-Do. Der Vergleich passt: dieselbe Ökonomie der Bewegung, derselbe Instinkt dafür, worum es in dieser Kunst wirklich geht, dieselbe Fähigkeit, das Unmögliche mühelos erscheinen zu lassen. Am 6. März 2010 wurde er zum Großmeister des 9. Dan ernannt. Er begann im September 1968 im Alter von fünfzehn Jahren. Innerhalb von zwei Jahren war er niederländischer Meister – einen Titel, den er zwischen 1970 und 1978 siebenmal gewann. 1976 wurde er Europameister im Sparring bis 63 kg. Als Nationaltrainer machte er die Niederlande zu einer der gefürchtetsten Taekwon-Do-Nationen der Welt und brachte regelmäßig Europa- und Weltmeister hervor. 1987 gründete er die ITF Belanggroep – den direkten Vorgänger der I.T.F. Nederland. Danach zog er nach Italien. 1992 wurde er Technischer Direktor des Italienischen Taekwon-Do-Verbands (FITAE-ITF) und bekleidete diese Position 32 Jahre lang. In seiner Bos Academy trainiert er noch heute täglich Athleten. Seit 1993 ist er Vorsitzender des ITF-Turnier- und Kampfrichterkomitees und Hauptautor des offiziellen ITF-Wettkampfregelwerks – des Regelwerks, das den Sport weltweit bestimmt. Von 2004 bis 2006 war er Präsident der All European Taekwon-Do Federation (AETF) und hat auf der ganzen Welt Hunderte von Kampfrichterlehrgängen und Meisterklassen geleitet. Für die meisten Praktizierenden ist sein Name gleichbedeutend mit einem Buch: dem Taekwon-Do-ITF-Poomsae-Handbuch. 388 Seiten, über 2.000 Fotografien, jede der 24 Tul mit chirurgischer Präzision dokumentiert – Technik, koreanische Terminologie, Schritt für Schritt. Es ist das Referenzwerk, das die ITF-Welt jahrzehntelang gebraucht hatte. Selbst heute, in einem Alter, in dem die meisten Menschen längst aufgehört haben zu treten, demonstriert er bei internationalen IIC-Lehrgängen mit einer Beweglichkeit, die jüngere Schwarzgurte an ihren Lebensentscheidungen zweifeln lässt.

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