George Jarvis wuchs in Crawley, England, auf und begann bereits im Alter von fünf Jahren mit Muay Thai – trainiert von seinem eigenen Vater, der das örtliche Lumpini-Crawley-Gym leitet. Diese Vater-Sohn-Bindung bildet bis heute das Fundament seiner Karriere: Sein Vater stand bei fast jedem Kampf in seiner Ecke – mit einer bewussten Ausnahme in Spanien. Über die britische und internationale Amateur- und Semiprofi-Szene baute Jarvis eine beeindruckende Titelsammlung auf, darunter WBC-Muaythai- und ISKA-Weltmeistertitel in verschiedenen Gewichtsklassen zwischen 2019 und 2023.
Der Durchbruch auf das absolute Topniveau gelang im November 2024, als Jarvis bei ONE Friday Fights 85 den renommierten thailändischen Kämpfer Rungrawee Sitsongpeenong durch K. o. besiegte. Dieser Sieg brachte ihm nicht nur einen Leistungsbonus, sondern auch einen lukrativen Vertrag im sechsstelligen Bereich bei ONE Championship ein. Weniger als ein Jahr später, im August 2025, erhielt Jarvis bei ONE Fight Night 34 seine Chance gegen den amtierenden Champion Regian Eersel – ein Kampf, der schmerzhaft kurz dauerte: Eersel beendete ihn in weniger als 90 Sekunden.
Statt sich zurückzuziehen, fing sich Jarvis mit Siegen unter anderem gegen Sinsamut und einem zweiten Erfolg über Rungrawee Sitsongpeenong wieder auf und brachte sich damit erneut in Position für eine Titelchance. Diese erhält er nun am 2. Oktober 2026 bei The Inner Circle 33 in Bangkok, wo er zum zweiten Mal gegen Eersel um den ONE-Weltmeistertitel im Leichtgewicht-Muay-Thai antritt. Seit er selbst Vater geworden ist, sagt Jarvis, habe sich seine Motivation verändert: Er kämpfe nicht länger nur für sich selbst, sondern für seinen Sohn und seinen Vater, dem er gerne „den Gürtel mit nach Hause“ bringen würde.