Gute boxhandschuhe machen dein Training angenehmer: Deine Hand sitzt fest im handschuh, du kannst leicht eine Faust bilden und die Polsterung passt zu deinem Training. Das merkst du bei einer ruhigen Kombination an den Schlagpolstern, bei einer längeren Runde am boxsack und beim Üben mit einem Partner. Die richtige Wahl beginnt deshalb bei deinem Training und deinen Händen.
Wer handschuhe vergleicht, sieht schnell unterschiedliche Materialien, Verschlüsse und gewichte. Entscheidend sind jedoch die Eigenschaften, die du beim Training tatsächlich spürst: die Form des Handfachs, die Position des Daumens, das Gefühl der Polsterung und der Sitz am Handgelenk. Zusammen bestimmen sie, wie gut ein Modell für dich funktioniert.
In diesem Journal führen wir diese Punkte zusammen. Du erfährst, woran du Qualität erkennst, wie du handschuhe praktisch anprobierst und worauf du bei deinem ersten oder nächsten Paar achten solltest. Fünf konkrete Modelle in verschiedenen Preisklassen machen die Unterschiede greifbar. Ausführliche Größentabellen, Materialvergleiche und Pflegeroutinen findest du in den zugehörigen Fach-Journals.
Was macht einen boxhandschuh gut?
Ein guter boxhandschuh unterstützt eine natürliche Fausthaltung und bietet eine gepolsterte Schlagfläche für das vorgesehene Training. Das Handfach hält deine Hand an ihrem Platz, der Daumen liegt in einer angenehmen Position und der Verschluss sitzt gut am Handgelenk. Qualität zeigt sich also nicht an einem einzelnen Merkmal, sondern am Zusammenspiel von Form, Polsterung und Verarbeitung.
Das wird deutlich, wenn du zwei verschiedene Modelle nacheinander anziehst. In einem handschuh können sich deine Finger sofort entspannt zur Faust schließen; beim anderen musst du ständig Kraft aufwenden, um die Faust geschlossen zu halten. Ein breiter Handgelenkverschluss kann angenehm sitzen, während eine andere Konstruktion besser zu deiner Hand und deinem Unterarm passt. Ein überzeugender handschuh muss als Ganzes funktionieren.
Berücksichtige bei deiner Wahl auch die Art des Trainings. Ein spezieller Boxsackhandschuh und ein Sparringshandschuh sind für unterschiedliche Arten von Kontakt entwickelt. Ein geeigneter Trainingshandschuh kann mehrere Einsatzbereiche abdecken. Beginne mit dem Einsatzzweck und achte danach auf Passform, Material und Ausführung. So kannst du Modelle konkret vergleichen, ohne dich nur nach Marke oder Preis zu richten.
Beginne bei deinem Training: Boxsack, Schlagpolster oder sparren
Beim Training am Boxsack und mit Schlagpolstern triffst du wiederholt auf eine Trainingsfläche. Du suchst einen handschuh, mit dem du eine gute Faust bilden und deine Schläge angenehm platzieren kannst. Bei Partnerübungen und beim sparren zählt auch, wie die Schlagfläche den anderen trifft. Der gewählte handschuh sollte zu diesem Einsatz und zu den Absprachen über den Kontakt passen.
Trainingshandschuhe sind eine praktische Option, wenn du innerhalb einer Einheit verschiedene Übungen machst. Achte aber auf das jeweilige Modell: Die Bezeichnung „Training“ sagt für sich genommen noch nichts darüber aus, wie die Polsterung aufgebaut ist oder für welche Art von Kontakt der Hersteller das Modell vorgesehen hat. Ein als Sparringshandschuh angebotenes Modell ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für das Training mit einem Partner; ein ausdrücklich für den Boxsack vorgesehenes Modell verwendest du nur am Boxsack und an den Pratzen.
Wenn du neben regelmäßigem Sparring viel am Boxsack trainierst, ist eine separate Kombination aus Boxsack- und Sparringshandschuhen sinnvoll. So verteilst du den Verschleiß auf die passenden Paare und schonst die Polsterung der Sparringshandschuhe für den Kontakt mit dem Trainingspartner. Das ist eine Frage der Nutzung, nicht des Leistungsniveaus: Auch Freizeitsportler können davon stark profitieren. Beim Kickboxen und Muay Thai spielen außerdem das Abfangen von Techniken und die Bewegungsfreiheit der Hand eine Rolle.
Eine gute Passform spürst du mit deiner Trainingsausrüstung
Probiere Boxhandschuhe mit den Boxbandagen oder unterziehhandschuhen an, die du tatsächlich verwendest. Diese Kombination bestimmt, wie viel Platz deine Hand einnimmt. Ein Handschuh, der an der bloßen Hand locker sitzt, kann mit Boxbandagen genau richtig passen. Umgekehrt kann eine dicke Wicklung in einem kompakten Handfach zu viel Platz beanspruchen. Betrachte deshalb die Kombination als Ganzes.
Schiebe deine Finger in die vorgesehenen Fingerfächer und balle die Hand langsam zur Faust. Deine Fingerspitzen sollten bequem liegen und deine Knöchel gut unter der gepolsterten Schlagfläche sitzen. Du solltest die Faust schließen können, ohne dass dein Daumen weggezogen wird oder eine harte Naht auf deine Finger drückt. Entspanne anschließend die Hand wieder: Ständig zudrücken zu müssen, damit der Handschuh an seinem Platz bleibt, ist keine angenehme Ausgangslage.
Schließe danach den Handgelenkriemen und bringe deine Hände in ihre normale Haltung. Ein guter Sitz fühlt sich fest an, ohne einzuschnüren. Vergleiche links und rechts, denn deine Hände können sich unterschiedlich anfühlen. Achte besonders auf eine schmerzhafte Druckstelle, Kribbeln oder darauf, ob deine Hand im Handschuh verrutscht. Ein neues Paar darf fest sitzen; die Grundform sollte schon beim Anprobieren zu deiner Hand passen.
Unsere Fight2Win-Auswahl: fünf Modelle in verschiedenen Preisklassen
Von einem erschwinglichen Trainingspaar aus Leder bis hin zu einer exklusiven japanischen Ausführung: Diese fünf Optionen zeigen, welche Vorteile du in verschiedenen Preisklassen finden kannst. Vergleiche Handform, Dämpfung und Handgelenkverschluss mit dem Budget, das zu dir passt. Jedes Modell bietet eine eigene Kombination von Eigenschaften zum Anprobieren und Vergleichen.
XPRT Pro V3 Midnight
Der XPRT Pro V3 Midnight vereint eine Außenseite aus Leder, mehrlagige Schaumstoffpolsterung und einen breiten Klettverschluss in einem zugänglichen Trainingsmodell. Der breite Riemen erleichtert das selbstständige An- und Ausziehen und sorgt für einen guten Sitz am Handgelenk. Die Belüftungslöcher in der Handfläche unterstützen die Luftzirkulation. Damit ist der Pro V3 ein praktischer Ausgangspunkt für alle, die ein vollständiges Paar aus Leder fürs boxen oder kickboxen suchen.
Twins BGN V2 Schwarz
Der Twins BGN V2 kombiniert eine Außenseite aus Leder mit einem geräumigen Handfach und zusätzlicher Polsterung an der Handfläche. Das bietet Platz für boxbandagen und ist praktisch, wenn du beim kickboxen oder Muay Thai auch Techniken abwehrst. Mit dem breiten Klettverschluss kannst du den Sitz am Handgelenk einstellen. Wenn du einen großzügig gepolsterten thailändischen Trainingshandschuh suchst, ist dieses Modell eine gute Vergleichsmöglichkeit neben den anderen Optionen.
Rival RS11V Gold
Der Rival RS11V Gold ist fürs sparren ausgelegt und kombiniert 50 mm mehrlagige Schaumstoffpolsterung mit dem diagonalen V-Strap Wrist Lock 2. Dieser Verschluss zieht die Manschette rundum fest und sorgt für einen sicheren Sitz am Handgelenk. Die Außenseite aus Mikrofaser zeigt, wie eine hochwertige synthetische Ausführung Teil einer gezielten Sparring-Konstruktion sein kann. Vergleiche vor allem, wie Handform, Verschluss und Polsterung zu deinen Händen passen.
Cleto Reyes Ink Black
Der Cleto Reyes Velcro Sparring Ink Black ist eine handgefertigte mexikanische Ausführung aus Leder mit elastischer Latex-Schaum-Polsterung. Das Materialgefühl und der breite Klettverschluss verleihen diesem Modell einen eigenen Charakter innerhalb der Auswahl. Du kannst die handschuhe selbstständig an- und ausziehen und die Manschette an deinem Handgelenk einstellen. Eine attraktive Wahl zum Vergleichen, wenn du einen klassischen Leder-boxhandschuh mit Latex-Schaum-Füllung suchst.
Winning MS600 White mit Schnürung
Der Winning MS600 White mit Schnürung ist die exklusive japanische Ausführung in dieser Auswahl. Die mehrlagige Polsterung und die sorgfältig einstellbare Schnürung machen dieses Modell interessant für alle, die Wert auf eine gut gepolsterte Passform und den Sitz am Handgelenk legen. Beim Schnüren hilft dir ein Trainingspartner, die Manschette gleichmäßig zu schließen. So kannst du auch den Komfort und das Tragegefühl der Schnürung mit den Klettverschlussmodellen aus der Auswahl vergleichen.
Finger und Daumen: Platz für eine natürliche Fausthaltung
Eine bequeme Fausthaltung beginnt beim Fingerbereich und dem Griff. Deine Finger sollten sich entspannt beugen lassen, sodass die Knöchel an der vorgesehenen Stelle hinter der Polsterung liegen. Einen gut sitzenden Handschuh musst du seltener zurechtrücken. Das merkst du schon beim ruhigen Öffnen und Schließen der Hand während der Anprobe.
Der Daumen hat einen eigenen geformten Bereich, der oft mit dem Rest des Handschuhs verbunden ist. Diese Verbindung und die Position des Daumens helfen dabei, die Hand als Ganzes in der richtigen Lage zu halten. Vergleiche vor allem den Winkel: Folgt der Daumen deiner natürlichen Fausthaltung, oder spürst du, dass er nach außen oder hinten gezogen wird? Eine hoch angesetzte Daumenverbindung oder eine bestimmte Form ist für sich genommen kein Qualitätsmerkmal; entscheidend ist, wie der Handschuh zu deiner Hand passt.
Achte auch auf die Übergänge zwischen Fingern, Handfläche und Innenfutter. Eine Stoffwulst oder eine ungünstig platzierte Naht kann bei wiederholten Bewegungen störend werden. Teste das in Ruhe, ohne gleich fest gegen eine Oberfläche zu schlagen. Beim Anprobieren geht es darum, zu fühlen, wie deine Hand im Handschuh sitzt, nicht darum, mit einem neuen Paar einen Krafttest zu machen.
Polsterung: Dämpfung, Kontaktgefühl und der richtige Einsatzbereich
Die Polsterung ist der wirksame Teil zwischen deiner Faust und der Kontaktfläche. Schaumstoffschichten, ihre Dichte und ihre Verteilung über die Schlagfläche bestimmen gemeinsam, wie sich ein Handschuh anfühlt. Manche Modelle umschließen die Knöchel zunächst mit einem weicheren Gefühl; andere vermitteln ein festeres, direkteres Kontaktgefühl. Der Einsatzzweck des Modells hilft dir, diesen Unterschied einzuordnen.
Beim sparren brauchst du eine dafür geeignete, gleichmäßig verteilte Polsterung. Beim Sandsacktraining kann ein anderer Aufbau angenehm sein, um wiederholte Schläge abzufedern und den Kontakt deutlich zu spüren. Beurteile deshalb nicht nur, wie leicht sich die Außenseite mit einem Finger eindrücken lässt. Ein Drucktest ist etwas anderes als die Belastung bei einem Schlag.
Auch die Polsterung im Bereich der Handfläche ist unterschiedlich verteilt. Bei Partnerübungen und beim Abfangen von Techniken kann eine zusätzliche Polsterung dort praktisch sein. Es lohnt sich, einen Handschuh von mehreren Seiten zu betrachten und zu fühlen, wie sich die Hand öffnen und schließen lässt. So kannst du beurteilen, wie er sich beim Austeilen und Abfangen von Techniken eignet, ob beim Boxen, Kickboxen oder Muay Thai.
Handgelenkstütze: Verschluss und Manschette wirken zusammen
Der Verschluss hält mehr als nur das Ende eines Handschuhs zusammen. Die Breite des Riemens, die Länge der Manschette und die Form um dein Handgelenk bestimmen, wie sich der Sitz anfühlt. Eine stabile Konstruktion kann für gezielte Schlagübungen angenehm sein, während du auch genügend Bewegungsfreiheit für die Übungen im Training brauchst.
Ein Klettverschluss ist praktisch, wenn du die Handschuhe beim Training selbstständig an- und ausziehst. Prüfe, ob sich das Band mit ausreichend Überlappung schließen lässt und gleichmäßig anliegt. Der diagonale V-Strap Wrist Lock 2 des Rival RS11V zieht die Manschette rundum fest und sorgt für einen sicheren Sitz am Handgelenk. Nimm dir einen Moment Zeit, ihn richtig einzustellen, bevor du die Passform beurteilst.
Schnürsenkel bieten eine andere Möglichkeit, die Manschette am Handgelenk zu schließen. Sie werden auch beim Training verwendet, nicht nur bei Wettkämpfen. Richtiges Schnüren erfordert Hilfe; geeignete Schnüradapter bieten bei passenden Modellen eine praktische alternative Verschlussmöglichkeit. Welche Variante du wählst, hängt vom Modell und davon ab, wie oft du deine Handschuhe während des Trainings ausziehst. Beim Partnertraining sollten Verschlüsse und Schnürsenkelenden sorgfältig gesichert sein.
Leder, Mikrofaser und andere synthetische Materialien
Leder ist wegen seiner Haptik, seiner Optik und der Art, wie ein gut verarbeiteter Handschuh beim Gebrauch geschmeidig werden kann, eine attraktive Wahl. Gleichzeitig gibt es hochwertige synthetische Ausführungen, die gezielt für intensives Training entwickelt wurden. Der Rival RS11V zeigt beispielsweise, dass Mikrofaser auch bei einem hochwertigen Sparringshandschuh zum Einsatz kommt.
Der Unterschied zwischen einer einfachen PU-Ausführung und einer hochwertigen Mikrofaser-Konstruktion ist größer, als die Bezeichnung Kunstleder vermuten lässt. Vergleiche deshalb das konkrete Material, die Verarbeitung, das Handfach und die Polsterung zusammen. Allein die Angabe Leder auf dem Etikett sagt noch nichts darüber aus, wie gut das Futter verarbeitet ist oder wie angenehm der Handschuh an deinem Handgelenk sitzt.
Deine persönlichen Materialvorlieben dürfen dabei natürlich eine Rolle spielen. Vielleicht gefällt dir eine klassische Ausführung aus Leder, oder du bevorzugst ein Modell mit synthetischem Obermaterial. Für die vollständige Auswahl sieh dir die Produktinformationen an: Auch Futter, Verarbeitung und andere Bestandteile gehören zur Ausführung. Der ausführliche Materialvergleich geht näher darauf ein.
Oz gibt das Gewicht an, die Passform musst du selbst prüfen
Die Angabe oz steht für Unze und gibt das Handschuhgewicht an. Sie ist etwas anderes als eine Handgröße. Zwei Modelle mit derselben oz-Angabe können an Fingern, Knöcheln und Handgelenk unterschiedlich sitzen. Berücksichtige das Gewicht also bei deiner Wahl, probiere den Handschuh aber auch mit deinen Boxbandagen an.
Beim Kontakt mit einem Trainingspartner zählt, welche oz-Zahl in deinem Training verwendet wird; für Wettkämpfe gelten die Vorgaben der jeweiligen Veranstaltung. Dein Körperbau, das Modell und der Einsatzzweck spielen ebenfalls eine Rolle. Eine pauschale Zuordnung, bei der jede Frau eine bestimmte Gewichtsklasse erhält und jeder Mann eine andere, wird den Unterschieden zwischen Händen und Trainingsformen nicht gerecht.
Wer zum Beispiel ein kompakteres Handfach sucht, sollte deshalb auf die Passform der Modellreihe achten statt nur auf eine niedrigere oz-Zahl. Auch ein höheres handschuhgewicht ist für sich genommen kein Qualitätsmerkmal der Polsterung. Im Größenratgeber findest du ausführliche Erklärungen und Richtlinien, damit dieser Artikel bei der Kaufentscheidung übersichtlich bleibt.
Verarbeitung: Nähte, Futter und Verschlussflächen prüfen
Wie gut die Verarbeitung ist, merkst du oft erst richtig, wenn du einen handschuh ein paar Mal angezogen hast. Trotzdem kannst du schon beim Anprobieren vieles prüfen. Folgen die Nähte sauber der Form, liegen die Übergänge flach an und fühlt sich das Innenfutter angenehm an? Ein sorgfältig verarbeitetes Futter bewegt sich mit der Hand, ohne an den Beugestellen große Falten zu werfen.
Prüfe den Ansatz des Daumens, den Rand der Manschette und die Befestigung des Verschlussbands. Diese Stellen bewegst oder greifst du häufig. Eine gleichmäßige Naht und eine saubere Verarbeitung sind aussagekräftiger als nur die Anzahl sichtbarer Nahtreihen. Unterschiedliche Konstruktionen können auf verschiedene Weise solide aufgebaut sein.
Öffne und schließe den Klettverschluss und prüfe, wie viel Kontaktfläche übrig bleibt, wenn der handschuh richtig sitzt. Achte auch darauf, ob eine harte Kante an deinem Handgelenk scheuert. Innen sorgen kurze, gepflegte Nägel und eine glatt anliegende boxbandage dafür, dass sich das Futter angenehm trägt. So verbindest du die Qualitätsprüfung direkt mit deiner eigenen Trainingsroutine.
Preis und Qualität: Bezahle für Eigenschaften, die du nutzt
Ein sinnvolles Budget orientiert sich an den Eigenschaften, die dir wirklich wichtig sind. Bei einem ersten Paar fürs Training können eine passende Handform, ein gut sitzendes Handgelenkband und eine geeignete Polsterung viel ausmachen. Wer häufig trainiert, legt möglicherweise zusätzlichen Wert auf eine bestimmte Manschette, eine bestimmte Materialausführung oder ein separates Paar für das Training am Sandsack und sparren.
Ein höherer Preis kann mit dem Material, der Herstellungsweise, der Verarbeitung, einem besonderen Verschlusssystem oder einer exklusiven Ausführung zusammenhängen. Deshalb lohnt es sich, genau hinzusehen, was du dafür bekommst. Die Frage ist nicht nur, welches Paar teurer ist, sondern welche Eigenschaften dein Training angenehmer und praktischer machen.
Vergleiche daher zuerst Funktion und Passform und dann die Ausführungen und Preise. Ein erschwingliches Ledermodell wie der XPRT Pro V3 kann ein sinnvoller Ausgangspunkt sein; eine spezielle Sparringskonstruktion oder ein doppelter Verschluss bieten andere Möglichkeiten. Die Kaufratgeber helfen dir anschließend bei der Modellauswahl innerhalb einer Preisklasse. Hier liegt der Schwerpunkt darauf, zu verstehen, worauf du achten solltest.
Von der Anprobe zum ersten Training
Mit einem neuen Paar kannst du die gesamte Kombination in Ruhe richtig einstellen. Verwende dieselben Boxbandagen wie bei der Anprobe, schließe den Verschluss sorgfältig und beginne mit einfachen Übungen. So spürst du, wie sich der Handschuh bewegt, wenn du aus deiner Kampfstellung einen Jab, eine Gerade oder eine ruhige Kombination schlägst.
Bei den ersten Trainingseinheiten zeigt sich vor allem, ob Fingerfach, Daumen und Handgelenk gut zusammenspielen. Leder und Futter können durch den Gebrauch geschmeidiger werden. Achte auf das Wesentliche: Deine Faust schließt sich natürlich und deine Hand bleibt an der richtigen Stelle. Steigere die Intensität im Rahmen des Trainings, für das das Modell gedacht ist.
- Bereite deine Hand vor. Wickle saubere Boxbandagen glatt an, ohne einen dicken Wulst in der Handfläche.
- Positioniere deine Finger richtig. Schiebe deine Hand vollständig in das Handfach und balle sie langsam zur Faust.
- Stelle den Verschluss ein. Achte auf gleichmäßigen Kontakt am Handgelenk, ohne es abzuschnüren.
- Beginne kontrolliert. Spüre bei einfachen Übungen, wie das Modell sitzt und sich bewegt.
- Kontrolliere sie nach dem Training. Öffne die Verschlüsse, nimm die Handschuhe aus der Tasche und lass sie auslüften.
Pflege sorgt dafür, dass deine Handschuhe angenehm zu tragen bleiben
Die wichtigste Routine beginnt direkt nach dem Training: Nimm die Handschuhe aus der Sporttasche, öffne die Verschlüsse und lass sie an einem trockenen, natürlich belüfteten Ort auslüften. So hat das Innere Zeit zu trocknen und das Paar ist für die nächste Trainingseinheit wieder bereit. Saubere Boxbandagen und deren Waschen gemäß Pflegeetikett gehören ebenfalls zu dieser Routine.
Wische das Außenmaterial mit einem weichen, leicht feuchten Tuch ab und trockne es bei Bedarf vorsichtig nach. Verwende bei Glattleder nur ein Pflegemittel, das den Anweisungen für das Modell und denen des Herstellers entspricht. Rival rät von Ölen und reichhaltigen Cremes ab, auch bei Lederhandschuhen. Es geht um eine materialgerechte Pflege, nicht um eine dicke Fettschicht oder eine feste monatliche Pflege für jedes Modell. Der separate Lederratgeber erklärt die Routine genauer.
Innenpflege und trocken aufbewahren
Sukkiri und FreshKO sind Optionen für die Innenpflege von Handschuhen. Sprühe sie nicht auf das Außenmaterial, auch nicht bei einer synthetischen Außenseite. Lass das behandelte Innenfutter vollständig trocknen, bevor du Geruchsabsorber hinzufügst; sie sind eine praktische Ergänzung zum Lüften und trockenen Aufbewahren. Handschuhe gehören weder in die Waschmaschine noch in den Trockner oder unter Wasser. Lege sie auch nicht auf einen Heizkörper, um das Trocknen zu beschleunigen.
Verschleiß erkennen und dein nächstes Paar auswählen
Überprüfe deine Handschuhe, wenn du sie nach dem Training wegräumst. Hält der Verschluss noch gut, ist die Polsterung über den Knöcheln noch gleichmäßig und ist das Innenfutter intakt? So bemerkst du Veränderungen an den Teilen, die du tatsächlich nutzt. Ein ordentlich verstautes Paar lässt sich beim nächsten Training auch leichter beurteilen.
Wenn sich die Daumenverbindung löst, eine Befestigung reißt oder die Polsterung deutlich verrutscht und stellenweise plattgedrückt ist, solltest du das Paar nicht mehr für Kontakttraining verwenden und Ersatz wählen. Oberflächliche Verfärbungen oder eine Tragefalte sind etwas anderes als ein Defekt an einem funktionalen Teil. Achte also auf die Funktion, nicht nur auf das Aussehen.
Dein nächstes Paar kannst du anhand deiner Erfahrungen mit den aktuellen Handschuhen noch gezielter auswählen. Vielleicht gefällt dir die Faustform besonders gut und du suchst dieselbe Passform, oder du möchtest eine andere Stulpe oder ein separates Paar für häufiges Sandsacktraining. Trainingshäufigkeit, Intensität, Nutzung und Pflege sind unterschiedlich; der Zustand deines Paars ist aussagekräftiger als ein fester Austauschzeitpunkt nach einer bestimmten Anzahl von Monaten.
Gute Boxhandschuhe wählst du nach dem Gesamtbild aus
Beginne mit dem Einsatzzweck: Welche Übungen machst du und wie viel Kontakt gehört dazu? Probiere die Handschuhe dann mit deinen Boxbandagen an und prüfe, wie Finger, Daumen und Handgelenk darin sitzen. Beurteile die Polsterung für den vorgesehenen Einsatz und berücksichtige bei deiner Entscheidung auch Material, Innenfutter, Nähte und Verschluss. So wird aus einem großen Sortiment eine überschaubare Auswahl.
Die fünf Fight2Win-Optionen bieten dir innerhalb deines Budgets verschiedene Möglichkeiten: ein erschwingliches Trainingspaar aus Leder von XPRT, eine großzügig geschnittene Thaibox-Ausführung von Twins, die gezielte Sparring-Konstruktion von Rival, eine Latex-Schaumstoff-Polsterung von Cleto Reyes und die japanische Schnür-Ausführung von Winning. Vergleiche, welche Vorteile dir wichtig sind, und wähle die Kombination, die zu deinen Händen und deinem Training passt.
Mit einem passenden Paar und einer praktischen Pflegeroutine gehst du gut vorbereitet ins Training. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, helfen dir der Größenratgeber, der Materialvergleich und die Pflegeartikel in diesem Journal weiter. Unten findest du eine Übersicht über Boxhandschuhe und nützliche ergänzende Ausrüstung für dein tägliches Training.



























