Pratzen oder Thai pads? Wer vor allem Schlagkombinationen üben möchte, greift oft zu kompakten Pratzen. Für ein Kickboxtraining, bei dem Schläge, Tritte und Knieangriffe aufeinanderfolgen, sind Thai pads die naheliegendere Wahl. Doch damit ist die Entscheidung noch nicht getroffen. Es gibt auch größere Hybrid-Pratzen wie Twins PML21, Booster BPM2 und King Pro Boxing Revo Hybrid, die bewusst zwischen beiden Kategorien liegen.
Der Unterschied liegt vor allem in der Trefferfläche, der Befestigung und darin, wie die Person, die die Pratzen hält, sie positionieren kann. Kompakte Pratzen bieten ein bewegliches Schlagziel; Thai pads haben eine länglichere Trefferfläche für gemischte Kombinationen. Mit beiden kannst du an Timing und Rhythmus arbeiten. Vergleiche deshalb immer die gesamte Konstruktion und wähle Pratzen, die zur Übung und zur Person passen, die sie hält.
In diesem Ratgeber vergleichen wir kompakte Pratzen, Thai pads mit Unterarmbefestigung und Hybridmodelle. Wir betrachten die praktischen Unterschiede beim Boxen, Kickboxen und Muay Thai anhand aktueller Beispiele von XPRT, Rival, Winning, Hayabusa, Twins, Booster, Fairtex und King Pro Boxing. So kannst du gezielt wählen, ohne davon auszugehen, dass jedes größere Polster automatisch besser oder vielseitiger ist.
Drei Pratzentypen, drei unterschiedliche Ausgangspunkte
Bei kompakten Pratzen steckst du die Hand in ein Fach hinter der Trefferfläche. Dadurch folgt die Pratze der Position deiner Hand. Das ist angenehm, wenn du abwechselnd einen Jab, eine Gerade mit der Schlaghand oder einen Haken vorgeben und das Ziel dazwischen bewegen möchtest. Du findest sie auch unter den Bezeichnungen Focus Mitts und fokuspratzen.
Thai pads sind meist längliche Polster mit einem Griff und einer Befestigung am Unterarm. Sie bieten eine andere Trefferfläche und werden anders gehalten. Dadurch eignen sie sich für Übungen, bei denen Tritte und Schläge kombiniert werden, sofern das jeweilige Modell für diese Belastung ausgelegt ist.
Hybrid-Pratzen kombinieren eine größere Trefferfläche mit einem Handfach und einem verstellbaren Verschluss. Du hältst also nicht einfach ein kleines Thai pad in der Hand. Sie sind eine eigenständige Zwischenform und interessant, wenn du Schlagtechniken mit den Tritt- und Knietechniken abwechseln möchtest, für die das Modell angeboten wird.
Die Grenzen sind nicht überall klar. Ein Produkt kann in der Kategorie der Pratzen stehen und dennoch als Hybridmodell für gemischtes Training gedacht sein. Schau deshalb über die Kategorie hinaus: Lies, wofür das Modell geeignet ist, und prüfe, wie die Rückseite aufgebaut ist.
Was kompakte Pratzen beim Boxtraining angenehm macht
Beim Boxtraining ist ein klares, gezieltes Ziel oft wichtiger als eine möglichst große Fläche. Der Trainer gibt einen Schlag vor, versetzt das Ziel und lässt den Sportler reagieren. Zwischen den Kombinationen kannst du an Fußarbeit, Distanz und der Rückkehr in die Deckung arbeiten.
Eine kompakte Handpratze lässt sich relativ gezielt positionieren. Die Person, die sie hält, kann verschiedene Schlagwinkel anbieten, ohne jedes Mal ein langes Polster am Unterarm zu verschieben. Wie leicht das geht, hängt allerdings von der Form, dem Handfach und dem Gewicht des gesamten Modells ab.
Ein kompaktes Ziel macht präzises Schlagtraining interessant. Der Sportler übt das Zielen, und die Person, die die Pratze hält, bietet die Trefferfläche klar und vorhersehbar an. Steigere dich von einfachen Kombinationen zu wechselnden Zielen: zuerst gerade Schläge, danach zum Beispiel ein Haken oder eine Bewegung. Ein kontrolliertes Tempo gibt beiden Trainingspartnern Raum, Distanz, Trefferpunkt und die Rückkehr in die Deckung gut aufeinander abzustimmen.
Modelle wie XPRT V4 Strikeforce, Hayabusa PTS3 und Rival RPM100 setzen diesen Pratzentyp unterschiedlich um. Sie beruhen alle auf dem Prinzip der Handpratze, haben aber jeweils ihre eigene Form und Einstellmöglichkeiten. Bei der Wahl kommt es also nicht nur auf die Größe der Trefferfläche an.
Thai pads: Platz für Schläge, Tritte und Kombinationen
Thai pads kommen beim Kickboxen und Muay Thai häufig zum Einsatz. Die längliche Trefferfläche und die Befestigung am Unterarm ermöglichen abwechslungsreiche Übungen. Du kannst auf Schläge einen Tritt folgen lassen oder an einer Kombination arbeiten, bei der sich die Distanz verändert.
Der Einsatzbereich unterscheidet sich je nach Modell. Booster Pao wird beispielsweise als Einsteigermodell für Anfänger angeboten, die nicht kräftig treten. Damit ist es eine klare Option für ruhige Übungen im Freizeitsport. Wenn du regelmäßig kräftige Trittkombinationen abfängst, vergleiche die Ausführung und den beschriebenen Einsatzbereich der anderen Thai pads. So passt die Konstruktion zu den Trainingseinheiten, die du planst.
Bei Twins TKP findest du Leder, eine leicht gebogene Form, Griffe und Klettverschlüsse am Unterarm. Fairtex FXB-KP kombiniert Kunstleder mit zwei Unterarmriemen und einem Griffsteg. Beides sind Thai pads, doch Ausführung und Handhabung für die Person, die sie hält, unterscheiden sich.
Thai pads bieten auch bei ruhigem Techniktraining ein klares Ziel. Du kannst zuerst die Distanz für die Schläge festlegen und danach den Übergang zu einem Tritt hinzufügen. Die Person, die die Pads hält, bereitet die nächste Trefferfläche rechtzeitig vor; der Sportler lernt, die Kombination mit guter Balance abzuschließen. Ein passendes Tempo hilft, dieses Zusammenspiel aufzubauen und anschließend das Timing anspruchsvoller zu gestalten.
Hybrid-Pratzen: die Zwischenform, die du nicht überspringen solltest
Hybridpratzen sind für Trainer interessant, die nicht nach jedem Trainingsblock die Ausrüstung wechseln möchten. Sie bieten mehr Fläche als eine kompakte Fokuspratze, haben aber weiterhin ein Handfach. So kannst du im Rahmen der Einsatzmöglichkeiten des Modells Schlagtraining mit Tritten und Knietechniken abwechseln.
Drei anschauliche Beispiele sind Twins PML21, Booster BPM2 Carbon Black und King Pro Boxing Revo Hybrid. Alle drei werden für gemischtes Training angeboten. Durch ihren größeren Aufbau sind sie eine eigenständige Wahl, nicht bloß eine größere Farbvariante unter den kompakten Pratzen.
Die größere Fläche gibt Hybridpratzen ein eigenes Bewegungsgefühl. Bei schnellen Zielwechseln merkst du, wie sich die Form mit deiner Hand mitdreht und wie viel Raum die Trefferfläche einnimmt. Vergleiche das sowohl mit einer kleinen Fokuspratze als auch mit der Armbefestigung eines Thai pads. So findest du heraus, welche Ausführung gut zu den Kombinationen passt, für die du häufig die Ziele vorgibst, von kurzen Schlagfolgen bis zum Übergang zu Knietechniken.
Ein Hybridmodell ist ein praktischer Mittelweg für abwechslungsreiche Trainingseinheiten. Twins PML21, Booster BPM2 und King Revo Hybrid sind deshalb einen eigenen Vergleich wert. Für sehr kompaktes Schlagtraining kann eine kleinere Pratze angenehm bleiben, während ein separates Paar Thai pads bei der Abwehr von Tritten einen anderen Griff und eine andere Positionierung bietet. Mit diesen Unterschieden im Blick wählst du bewusst die Ausführung, die du am häufigsten nutzen möchtest.
Trefferfläche und Wölbung: Warum die Form wichtig ist
Eine gebogene Trefferfläche kann gut dazu passen, wie ein Schlag auf der Pratze landet. Die Wölbung beeinflusst auch, wie das Ziel aussieht und wie die Person, die die Pratze hält, es anbieten kann. Achte beim Vergleichen auf das gesamte Profil: die Vorderseite, die Dicke des Randes und die Position der Hand oder des Unterarms hinter der Trefferfläche. Zusammen bestimmen diese Merkmale, wie sich das Modell führen lässt.
XPRT Strikeforce hat eine gebogene Trefferfläche und einen deutlichen Zielpunkt. Winning CM-10 Curved ist eine leichte, gebogene Trainerpratze. Twins TKP und Booster XP haben ein leicht gebogenes Thai-Pad-Profil. Die Bezeichnung „gebogen“ beschreibt also unterschiedliche Konstruktionen.
Hybridpratzen haben eine größere Schlagfläche mit Platz rund um den Zielpunkt. Twins PML21 hat ein längliches Profil, während die Rückseite weiterhin als Handpratze dient. Deshalb lohnt es sich, Vorder- und Rückseite gemeinsam zu betrachten.
Ein Zielpunkt gibt dem Sportler einen gut erkennbaren Punkt zum Anvisieren. Bei geraden Schlägen, Haken und gemischten Kombinationen muss die Trefferfläche jeweils passend ausgerichtet sein. Passe die Form der Pratze an die Übung an und lege fest, welche Technik als Nächstes folgt. So nutzt du den Zielpunkt als praktische Hilfe für präzise Treffer und achtest zugleich auf den Abstand und die Position der Person, die die Pratze hält.
Handfach, Handgelenkband und Unterarmriemen
Die Vorderseite fällt oft zuerst ins Auge, doch die Rückseite bestimmt, wie du mit der Pratze arbeitest. Stecke deine Hand in die Pratze und prüfe, ob du sie natürlich greifen kannst. Du solltest die Trefferfläche ausrichten können, ohne dass sich die Pratze ständig dreht oder deine Finger unbequem liegen.
Bei Handpratzen gibt es unterschiedliche Lösungen. Die Rival RPM100 hat getrennt geformte Fächer für links und rechts und einen schräg verlaufenden Klettverschluss. Die King Pro Boxing Revo 2 verwendet ein verstellbares Handgelenkband; die ursprüngliche Revo wird dagegen mit einem besonders langen Schaft angeboten. Dieser Unterschied kann für die Person, die die Pratzen hält, wichtiger sein als die Farbe.
Bei Thai pads achtest du auf den Griff und die Riemen um den Unterarm. Die Fairtex FXB-KP hat zwei Klettverschlussriemen. Auf der Rückseite der Twins TKP siehst du ebenfalls, wie Griff und Unterarmbefestigung über die Länge der Pratze verteilt sind.
Ein angenehmer Verschluss hält die Pratze an ihrem Platz und lässt dir genug Spielraum, um Hand oder Unterarm natürlich zu bewegen. Probiere verschiedene Einstellungen aus, bewege beide Arme und achte darauf, wie leicht du den Griff fassen kannst. Bei einer Thai pad achtest du auf die Anordnung der Riemen, bei einer Handpratze auf das Handgelenkband und das Handfach. Wie bequem sie sich bei mehreren Wiederholungen anfühlt, ist ein wichtiger Teil des Vergleichs.
Polsterung und Gewicht: Denk auch an die Person, die die Pratzen hält
Pratzentraining ist nicht nur für den Sportler anstrengend. Wer die Pratzen hält, bewegt sie, hält die Ziele bereit und fängt wiederholte Schläge und Tritte ab. Eine Pratze, die auf dem Papier beeindruckt, kann sich daher unangenehm anfühlen, wenn Größe oder Griff nicht passen.
Polsterung und Gewicht gehören zur gesamten Konstruktion. Rival RPM100 verwendet mehrlagigen Feather Lite Schaumstoff und Mikrofaser. Hayabusa PTS3 wird mit Latexschaum und einer verstärkten Rückseite beschrieben. King Revo KP verwendet Skintex mit mehrlagiger Schaumstoffpolsterung.
Beurteile die Polsterung zusammen mit der Form, dem Griff und dem vorgesehenen Einsatzbereich des Modells. Wenn du es in der Hand hältst, spürst du, wie die Konstruktion an deiner Hand oder deinem Unterarm sitzt und wie leicht du das nächste Ziel positionieren kannst. Das Seitenprofil und die Beschreibung des Schaumstoffs liefern dabei nützliche Zusatzinformationen. Die Kombination dieser Details hilft dir mehr als die Entscheidung allein für das Modell mit der dicksten Polsterung.
Achte beim Vergleichen darauf, wie leicht du die Pratzen positionieren kannst. Das angenehmste Modell ist nicht unbedingt das leichteste oder schwerste. Du suchst etwas, das sich für die geplanten Übungen eignet und sich so einstellen lässt, dass du kontrolliert arbeiten kannst.
Kompakte Modelle: XPRT, Hayabusa, Rival und Winning
XPRT V4 Strikeforce: ein gezieltes Schlagziel
Strikeforce kombiniert eine gebogene Trefferfläche, einen Zielpunkt und ein integriertes Handfach mit Polsterung am Handgelenk und an der Handinnenfläche. Es ist ein Modell für Schlagkombinationen mit einer kompakten Bauweise, das sich leicht mitnehmen lässt. Auf der Rückseite siehst du den Handeinschub und die abgerundete Form unter dem Handgelenk.
Für ein erstes Paar ist das ein naheliegendes Modell, das du in die Hand nehmen und vergleichen kannst. Richte deine Wahl nach den geplanten Schlagübungen aus; die Bezeichnung Pratze macht es nicht automatisch für harte Tritte geeignet.
Hayabusa PTS3: Birnenform und verstellbares Band
Das PTS3 hat eine Birnenform, Latexschaum, eine verstärkte Rückseite, Mesh-Belüftung und ein Klettband am Handgelenk. Es gibt auch ein kompakteres PTS3 Micro. Vergleiche, welche Größe sich angenehm führen lässt und welcher Handeinschub zu deiner Hand passt, statt anzunehmen, dass Micro für jeden Zweck besser ist.
Rival RPM100: für links und rechts getrennt geformt
Das RPM100 hat eine vorgeformte Form, mehrlagigen Feather Lite-Schaumstoff, Mikrofaser, ein Nash-Futter und einen schrägen Verschluss. Die getrennt geformten Fächer für die linke und rechte Hand sind ein deutlicher Unterschied, den du beim Anprobieren spüren kannst. Achte darauf, wie deine Finger im Fach liegen und wie das Handgelenkband sitzt, wenn du die Pratze für verschiedene Schlagwinkel drehst. Gerade diese Kombination aus Form und Einstellbarkeit macht dieses Modell interessant, um es neben anderen kompakten Pratzen auszuprobieren.
Winning CM-5 und CM-10: zwei kompakte Coaching-Pratzen
Das CM-5 Oval ist ein kompaktes Micro-Design; das CM-10 Curved hat eine leichte Wölbung und wird als Modell für einen kubanischen Coaching-Stil beschrieben. Beide haben Fingeraussparungen und Belüftungslöcher. Wer vor allem technische Schlagübungen anleitet, kann sie mit anderen kompakten Modellen hinsichtlich Handposition und Zielflächengröße vergleichen.
Vergleiche diese Winning-Modelle danach, wie du sie tatsächlich einsetzen möchtest: Wie groß soll die Zielfläche sein, wie viel Bewegungsfreiheit braucht deine Hand und wie gut kannst du zwischen geraden Schlägen und Haken wechseln? Unter den kompakten pratzen vermitteln verschiedene Formen jeweils ein anderes Trainingsgefühl. So triffst du eine gezielte Wahl für deine Art zu coachen und die Übungen, die regelmäßig auf dem Programm stehen.
Thai-Pad-Modelle: Unterschiede innerhalb derselben Kategorie
Booster Pao: ein unkompliziertes Einsteigermodell
Booster Pao hat ein gerades Profil, Handgriffe und Klettverschlüsse um den Unterarm. Es wird für Anfänger und freizeitsportler angeboten, die in Ruhe üben und nicht hart treten. Damit ist es ein unkompliziertes Einsteigermodell für diesen Einsatz. Für die Person, die die Tritte entgegennimmt, bleiben gut erreichbare Griffe und eine angenehme Einstellung wichtig: Während einer Übungsserie solltest du die richtige Zielposition immer wieder mühelos anbieten können.
Booster XP und Dominance: leicht gebogene Ausführungen
Booster XP verwendet Skintex, eine leichte Krümmung und eine verstellbare Unterarmbefestigung. Dominance verwendet ebenfalls Skintex und ergänzt einen weichen Unterarmstreifen. Die Rückseite und das Seitenprofil sind beim Vergleich hilfreich: Wie liegt dein Arm an der Pratze an und wie gut erreichst du den Griff?
Twins TKP: Thai pads aus Leder in verschiedenen Größen
Twins TKP wird in M und L angeboten, mit Leder, einer leichten Krümmung, Griffen und Klettverschluss. Wähle die Größe nicht allein nach dem Motto „größer ist besser“. Die Trefferfläche muss zur Übung passen, während die Person, die die Pratze hält, sie bequem tragen und führen können muss.
Fairtex FXB-KP: Kunstleder und zwei Riemen
Die FXB-KP kombiniert Kunstleder mit zwei Unterarmriemen und einem Griff oben. Auf dem Foto sind die runde Trefferfläche, die rote Randeinfassung und die Rückseite deutlich zu erkennen. Diese Ausführung lässt sich anders einstellen als eine kompakte Pratze oder eine Hybrid-Handpratze.
King Pro Boxing Revo KP: mehrlagige Polsterung
Revo KP verwendet Skintex, eine mehrlagige Schaumstoffpolsterung, eine leicht gebogene Form und eine Unterarmbefestigung. In diesem Vergleich gehört sie zu den Thai pads, nicht zu Revo Hybrid. Innerhalb derselben Marke sind das zwei unterschiedliche Möglichkeiten für ein Training mit verschiedenen Techniken.
Twins PML21, Booster BPM2 und King Revo Hybrid
Twins PML21: eine längliche Handpratze
Twins PML21 besteht aus Leder, wird in Thailand von Hand gefertigt und hat ein gebogenes Design, offene Fingeröffnungen, eine zusätzliche Polsterung am Handgelenk und einen Klettverschluss. Sie wird für Schläge, Fußtritte und Kniestöße angeboten. Die angegebenen Maße betragen 35 × 22 × 7 cm.
Damit ist sie eine andere Wahl als die Twins PML10, die kompaktere Fokuspratze aus Rindsleder mit offenen Fingeröffnungen. Wenn du Modelle von Twins vergleichst, solltest du die PML21 nicht einfach als Ersatz für die PML10 betrachten. Die größere Fläche bringt andere Abwägungen beim Training mit sich.
Booster BPM2 Carbon Black: Hybrid-Pratzen aus Leder
Booster BPM2 hat eine Außenseite aus Leder, ein gebogenes Design und einen Klettverschluss. Das Modell wird ausdrücklich als Hybrid-Pratze für Schläge, Knie- und Fußtritte angeboten. In der Seitenansicht siehst du das längere Profil und das Handfach hinter der Trefferfläche.
Vergleiche vor allem, wie die Pratze an deiner Hand sitzt und wie gut du die größere Fläche führen kannst. Dass die Außenseite aus Leder besteht, entscheidet nicht darüber, ob dieses Modell besser zu dir passt als eine synthetische Hybrid-Ausführung.
King Pro Boxing Revo Hybrid: Skintex und mehrlagiger Schaumstoff
Revo Hybrid verwendet Skintex, eine mehrlagige Schaumstoffpolsterung, ein leicht gebogenes Design und einen Klettverschluss. Der Aufbau kombiniert die Handhabung einer Handpratze mit einer größeren Trefferfläche für verschiedene Techniken. Das Seitenprofil zeigt die Krümmung und das hervorstehende Handfach hinter der Pratze.
Alle drei sind interessant, wenn du in einer Trainingseinheit zwischen mehreren Techniken wechseln möchtest. Prüfe bei jedem Modell, wie die Handöffnung sitzt und wie viel Spielraum du hast, um die Trefferfläche zu drehen. Beginne mit den Kombinationen, die du häufig verwendest, und vergleiche, wie der Verschluss dabei sitzt. Die gemeinsame Bezeichnung als Hybridmodell beschreibt die Trainingsidee; die Ausführung entscheidet, welches Paar am angenehmsten in deinen Händen liegt.
Kombinationen trainieren, ohne alles in einen Topf zu werfen
Beginne mit der Übung, die du trainieren möchtest. Für einen Block mit Jab, Cross und Haken bietet ein kompaktes Handpad ein klares Schlagziel. Für eine Schlagkombination, die in einen Tritt übergeht, bieten geeignete Thai pads oder eine Hybridvariante mehr Fläche. Lege anschließend fest, wie die Person, die die Pads hält, das nächste Ziel vorbereitet und wie die trainierende Person nach der Kombination in die Ausgangsposition zurückkehrt.
Achte vor allem darauf, was du während des Trainings häufig machst und wie oft du das Ziel verlagerst. Wer als Trainer präzise Schlagwinkel vorgeben möchte, bevorzugt möglicherweise kompakte Ausrüstung. Wer regelmäßig zu Kniestößen und Tritten wechselt, schätzt dagegen vielleicht die größere Fläche. Eine Kombination verschiedener Padtypen ermöglicht es einem Gym außerdem, bei jedem Trainingsblock einen eigenen Schwerpunkt zu setzen.
Übt mit einer klar vereinbarten Abfolge und einem klar vereinbarten Tempo. Zuerst müssen die trainierende Person und die Person, die die Pads hält, wissen, welche Technik als Nächstes kommt und wo sich das Ziel befindet. Erst danach ist es sinnvoll, das Tempo anspruchsvoller zu gestalten.
Ein klarer Treffer gibt direktes Feedback: Du spürst, wo der Kontakt entsteht und wie die Kombination abläuft. Achte neben diesem Feedback auch auf Abstand, Balance und die Rückkehr in die Deckung. Eine Runde kann zum Beispiel mit einer kurzen Schlagfolge beginnen und anschließend um eine Bewegung ergänzt werden. So bekommt die Übung Struktur und das Zusammenspiel zwischen der trainierenden Person und der Person, die die Pads hält, wird immer flüssiger.
Richtiges Padhalten gehört zum Kauf dazu
Klare Zielvorgaben machen das Padtraining für beide Trainingspartner nachvollziehbar und angenehm. Die Person, die die Pads hält, nimmt eine stabile Haltung ein, bietet eine klare Trefferfläche und hält das nächste Ziel rechtzeitig bereit. So kann die trainierende Person gezielt an der vereinbarten Kombination arbeiten. Achtet bei einem neuen Paar auf dieses Zusammenspiel: Ein anderer Griff, eine andere Krümmung oder Zielgröße kann eine kleine Anpassung deiner gewohnten Bewegung erfordern.
Beginne mit einer ruhigen, vorher vereinbarten Abfolge, wenn du eine neue Pad-Haltung übst. Achtet darauf, dass ihr genügend Platz um euch herum habt und beide Trainingspartner wissen, welches Ziel als Nächstes folgt. Ist ein Pad noch nicht bereit, unterbrich die Kombination und beginne von vorn. So könnt ihr zuerst Position und Timing aufeinander abstimmen und erst danach mehr Tempo oder Abwechslung einbringen.
Prüfe vor dem Start, ob Handfächer, Griffe und Verschlüsse bequem und fest sitzen. Sieh dir auch kurz die Polsterung und die Nähte an. Mit dieser kurzen Routine bekommst du ein Gefühl für das Material und kannst dich danach auf das Halten der Pads konzentrieren. Wenn ihr mit mehreren Trainingspartnern übt, ist es sinnvoll, die Einstellung bei jedem Wechsel erneut zu prüfen, damit jeder, der die Pads hält, mit einem passenden Griff beginnt.
Hört auf, wenn Schmerzen auftreten, der Griff nicht sicher sitzt oder eine Einstellung drückt. Lass dir eine neue Haltung der Pads zuerst im Unterricht zeigen und steigere die Belastung langsam. Sprecht vor jeder Runde ab, welche Techniken ihr üben werdet. Diese konkreten Absprachen erleichtern es euch, kontrolliert zusammenzuarbeiten und rechtzeitig zu merken, wenn ein Pad neu eingestellt werden muss.
Zu Hause trainieren und mit kindern üben
Für zusätzliches Schlagtraining zu Hause können kompakte pratzen eine praktische Ergänzung sein, wenn du weißt, wie du sie halten musst. XPRT Strikeforce wird beispielsweise für solches Zusatztraining angeboten. Beginne mit einfachen, abgesprochenen Übungen, die du im Unterricht gelernt hast.
Die Anleitungsvideos zu diesem Artikel zeigen weitere Beispiele dafür, wie du Fokuspratzen und Thai pads hältst. Nutze zu Hause eine vertraute Übung aus dem Unterricht und halte die Abfolge einfach. So könnt ihr gemeinsam Abstand und Timing üben. Bei neuen Tritt- oder Knietechniken lass dir das Halten der Pads zuerst im Training zeigen, damit du zu Hause auf einer vertrauten Vorgehensweise aufbauen kannst.
Für kinder eignen sich kurze, vertraute Übungen, die zum Ziel der Trainingseinheit passen: Spaß, Aufmerksamkeit und Kontrolle. Passe Tempo und Intensität an ihr Niveau an und berücksichtige auch die Person, die die Pads hält. Ein klares Ziel und ein ruhiger Rhythmus helfen dabei, die Übung zu verstehen. Bei einer einfachen Kombination könnt ihr dann zwischen links, rechts und einem kleinen Positionswechsel abwechseln.
Halte das Trainingsziel einfach: ein paar vertraute Techniken, einen klaren Anfang und ein klares Ende. Sprich an, was gut klappt, und wiederhole die Kombination in einem kontrollierten Tempo. Geht ein Schlag am Ziel vorbei, richtet gemeinsam den Abstand und die Zielposition neu aus. So bleibt die Übung übersichtlich und beide Trainingspartner können mit Zuversicht weiterüben.
Pflege: Prüfe mehr als nur die Außenseite
Lass deine Pads nach dem Training auslüften und befolge die Pflegehinweise für dein Modell. Überprüfe Handfächer, Riemen, Griffe und Nähte. Auf diese Teile verlässt du dich beim Halten der Pads.
Stimme die Pflege auf das Außenmaterial und die Verarbeitung deines Modells ab. Leder, Skintex und Mikrofaser brauchen jeweils eine andere Pflege. Prüfe deshalb, welches Pflegemittel für die jeweilige Ausführung geeignet ist, und befolge die Pflegehinweise für dein Modell. Bei Booster XP reicht es zum Beispiel aus, die Pads mit einem feuchten Tuch abzuwischen, an der Luft trocknen zu lassen und trocken sowie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufzubewahren.
Sieh dir dabei auch die Trefferfläche und die Polsterung an. Prüfe durch Abtasten, ob die Oberfläche gleichmäßig bleibt, und kontrolliere, ob Griffe, Gürtel und Nähte fest sitzen. Ein lockerer Griff oder ein schlecht haftender Klettverschluss sollte vor dem nächsten Training geprüft werden. Wenn du die Bauweise regelmäßig mitkontrollierst, behältst du im Blick, wie die Pads beim Halten funktionieren.
Stimme deine Kontrollroutine auf die Nutzung ab. Pads für ein paar zusätzliche Runden zu Hause werden anders beansprucht als Ausrüstung, die täglich von mehreren Trainern genutzt wird. Im Gym ist ein fester Platz zum Lüften und Aufbewahren praktisch; zu Hause hilft es, die Pads direkt nach dem Training aus der Tasche zu nehmen. So wird die Pflege zu einem einfachen Teil des Trainings.
Welche Pads passen zu deinem Training?
Du möchtest vor allem Schlagkombinationen üben
Beginne mit kompakten Pratzen und vergleiche den Platz für die Hand, die Größe der Trefferfläche und den Verschluss. XPRT Strikeforce, Hayabusa PTS3, Rival RPM100 sowie Winning CM-5 oder CM-10 sind unterschiedliche Beispiele. Wähle Pratzen, die du für deine Übungen kontrolliert positionieren kannst.
Du hältst die Pads für viele Kickbox- oder Muay-Thai-Kombinationen
Sieh dir passende Thai pads an, etwa Twins TKP, Fairtex FXB-KP, Booster XP oder Dominance und King Revo KP. Achte auf die Unterarmbefestigung und den angegebenen Einsatzzweck. Nimm die Einsatzgrenzen eines Einsteigermodells wie Booster Pao ernst.
Du suchst ein Paar für abwechslungsreiches Schlag-, Tritt- und Knietraining
Vergleiche Twins PML21, Booster BPM2 und King Revo Hybrid. Ihre Hybridbauweise ist genau für einen solchen gemischten Ansatz gedacht. Wäge die größere Trefferfläche gegen das Handling beim Zielwechsel ab und entscheide, welche Passform für deine Hand angenehm ist.
Du stellst Ausrüstung für ein Gym oder einen Trainer zusammen
Eine kompakte Pratze neben Thai pads gibt einem Trainer mehrere Möglichkeiten: gezieltes Schlagtraining in einem Übungsblock und kombinierte Schlag- und Trittfolgen im nächsten. Hybridpads bieten eine praktische Zwischenlösung. Für separate Trittübungen kann ein größeres kickschild eine passende Ergänzung sein. So stellst du deine Ausrüstung passend zu den Kursen und Trainingsformen zusammen, die du tatsächlich anbietest.
Wähle nach Übung und Padhalter. Kompakte Pratzen bieten ein präzises, bewegliches Schlagziel. Thai pads bieten eine längliche Trefferfläche mit Unterarmbefestigung. Hybridmodelle wie Twins PML21, Booster BPM2 und King Revo Hybrid verbinden eine größere Trefferfläche mit der Handhabung von Pratzen. Wenn du die Bauweisen selbst vergleichen möchtest, kannst du die Modelle in unserem showroom in Waddinxveen ansehen und kaufen. Fühle, wie sie in der Hand liegen, probiere die Verschlüsse aus und bring dein Trainingsziel mit: So wird die Wahl gleich konkreter.























